Ferienaktivitäten, Teil 2

Schon zum zweiten Mal trafen sich am vergangen Dienstag eine Gruppe junger Rennfahrer am Vereinsheim der RSV Rheinzabern, um in unseren schönen Sport “hineinzuschnuppern”. Das Wetter spielte nicht ganz so mit und so entschieden Rüdiger Diehl, Susanne Maaß und der Vorsitzende Matthias Eberhard, das “Probetraining” umzustellen. Anstelle einer längeren Radtour wurde die Regenzeit mit einem Geschicklichkeitsparcours und dem Beheben einer Panne überbrückt. Dann konnte es aber endlich losgehen und die jungen Wilden stürzten sich durch den Wald, keiner blieb zurück, eher bremsen mussten die Erwachsenen den sportlichen Ehrgeiz.

Geschicklichkeitsparcours
Geschicklichkeitsparcours

Das Ende der Ausfahrt gestalteten die Organisatoren in der Jockgrimer Eisdiele als lockere Zusammenfassung des Vereinslebens und des Ablauf der Trainings- und Rennteilnahmen, wie das alles so funktioniert und organisiert wird. Kein Sportler braucht Angst haben, am Anfang allein gelassen zu werden. Rennen gibt es in unmittelbarer Nähe zu Rheinzabern zu Hauf, sodass sich der zeitliche und finazielle Aufwand für die Eltern ebenfalls in Grenzen hält. Über Fahrgemeinschaften etc. organisieren die Sportler der RSV bereits heute ihre Rennteilnahmen. “Wir sehen ein großes Interesse der Jugendlichen am Radsport – ein Umstand, der schon bei unserem Radrennen am 14. Juli aufgefallen ist. Hoffen wir, dass so viele Sportler wie möglich, sich auch unsere Sportart entscheiden” schließt der 1. Vorsitzende den Tag zusammen.

Die Radsportler von morgen
Die Radsportler von morgen!

Eine erste Möglichkeit bekommen junge Sportler bei den Nachwuchsrennen in Bellheim am Samstag, 10. August um 18.45 Uhr, und am Samstag, 17. August um 19.30 Uhr, in Rülzheim. Wer Interesse hat, an diesen Rennen teilzunehmen, meldet sich ganz schnell unter info@RSV-Rheinzabern.de oder 07273 9495260.

Sommer, Sonne, Radsport

Überwältigt von den vielen Eindrücken und Erlebnissen der vergangenen Stunden löschte der Letzte gegen 23.00 Uhr das Licht am Marktplatz. Einer der fleißigsten Helfer hatte gar sein Zelt mitgebracht und schlief direkt neben den hochwertigen Gerätschaften. Alle anderen fuhren und gingen mit tiefen Augenringen nach Hause, aber mit dem Gefühl ein tolles Ereignis, ein richtiges RadsportFESTIVAL, organisiert und durchgeführt zu haben. Quer durch alle Gästegruppen, egal ob Besucher aus dem Ort, Teilnehmer, Rennfahrer, ja sogar vom Kommissärskollegium kam Lob für die Veranstaltung als gelungene Mischung aus Sport und Gesellschaftsereignis. Der neue Vorstand der RSV Rheinzabern ist glücklich über die vielen Helfer und Stunden, die sie mit und am Rennen verbrachten. Matthias Eberhard, der Vorsitzende des Vereins, bringt es auf den Punkt: “Rundherum hat alles gestimmt und im nächsten Jahr legen wir nach!”

Aus sportlicher Sicht brachten die insgesamt neun Rennen ein zweigeteiltes Fazit mit sich. Einerseits waren die Organisatoren betrübt über die geringen Meldezahlen, andererseits standen die sportlichen Leistungen denen größerer Felder in nichts nach. Der Sieg im ersten Rennen der Jugend U17 ging ins Badische, genauer an Luca Henn vom Radsportteam Rhein-Neckar. In diesem Rennen bestritten auch die Damen ihren Wettbewerb und hier siegte die Fahrerein der RSV Rheinzabern Desiree Saleschke.

Siegerehrung Damen
Siegerehrung Damen, v.l.n.r.: Martina Böller, Saskia Seithel, Desiree Saleschke, Dina Persch, Nils Bräutigam

Gleich im Anschluss starteten rund 50 Fahrer in das Rennen der C-Fahrer und die beiden Akteure des Ausrichters zeigten sich aufmerksam im Feld, verpassten aber dennoch den Sprung in das Spitzenquintett, was schließlich den Sieg unter sich aus machen sollte. Als strahlender Sieger rollte nach rund 90 Minuten Benjamin Körner vom RSC Leimersheim, also ein echter Südpfälzer, der schon mit dem Rad zum Rennen kam, über den Zielstrich. Zusammen mit der Familie freute sich der junge Fahrer, der sich erst in seiner ersten Amateursaison befindet, über den damit verbundenen Aufstieg. “Benjamin ist ein vielseitiger und kompletter Fahrer, der seine Stärken schon im Trikot der RSV Rheinzabern bei der Burgund-Rundfahrt Anfang Juni unter Beweis stellte, daher freuen wir uns vom Verein mit ihm für seinen Sieg”, stimmte der Sportliche Leiter Nils Bräutigam mit ein.

Charity-Rennen
Startvorbereitungen zum Charity-Rennen

Im Anschluss folgte ein spannendes Rennen der Schüler U15 mit dem Sieger Goran Tomic vom RC Friesenheim und bei den Schülern U13 siegte Leon Brescher vom RC Bellheim. Danach verschoben sich die Jahrgänge der Starter wieder etwas in die Vergangenheit zurück, denn die Fahrer der Seniorenklassen ab 41 Jahre und älter standen zahlreich und pünktlich am Start. Garniert wurde dieses Feld noch durch ein halbes Dutzend Juniorenfahrer, darunter der amtierende Deutsche Meister Marco König aus Queidersbach. Der junge Mann setzte den älteren Herren dann auch gleich gehörig zu, sammelte in den ersten Wertungen Punkte und gewann so souverän die Wertung der Nachwuchsfahrer. Bestimmt wurde das Rennen allerdings durch das Duo Claude Christ (RC Bellheim) und Matthew Lee Franks (RIG Vorderpfalz). Die beiden verabschiedeten sich nach der zweiten Wertung vom Feld und spulten Runde um Runde ab. Bei den Verfolgern herrschte Uneinigkeit und so konnten die Ausreißer erst kurz vor Schluss wieder gestellt werden, als die beiden Plätze an der Sonne allerdings schon fest standen. Frank Lammerts von der RSV Rheinzabern ergatterte einen Zähler bei den Sprints und kam auf Rang 11 in die Wertung.

Nachwuchs im Rampenlicht

Dass bei der RSV Rheinzabern nicht nur an den Leistungssport gedacht wird, bewiesen die Organisatoren mit der Aufnahme eines Charity-Rennens in das Programm. Dabei waren Kinder der Umgebung aufgerufen, so viele Runden wie möglich zu fahren. Der Veranstalter versprach 5,- Euro für jede in 10 Minuten Fahrtzeit absolvierte Runde zu Gunsten der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) zu spenden. Zuvor erläuterte Jonas Rieder von der DKMS den Sinn und Zweck seiner Institution und vor allem, wozu dort das Geld benötigt wird. Derweil standen die Hauptakteure dieses “Rennens” schon ungeduldig an der Startlinie und traten nach dem Startkommando sogleich kräftig in die Pedalen. Während die älteren Kinder rasch wieder bei Start und Ziel auftauchten (und sich auch hoffentlich noch sehr oft bei Radrennen beteiligen) drehte derweil der jüngste Fahrer mit dem Geburtsjahr 2010 (!) seine Runde. Der kleine Nepomuk, Sohn des Sportlichen Leiters des Vereins, hatte sichtlich Spaß an den Anfeuerungsrufen und dem Applaus der vielen Zuschauer. So anstrengend die Runde auch war, ans Aufhören wollte der nimmermüde Kleine nicht denken, und so fuhren Vater und Sohn gemeinsam durchs Ziel – ein Bild was sich ja vielleicht in der Zukunft wiederholen wird. Insagesamt drehten die jungen Rennfahrer 60 (!) Runden und erstrampelten damit einen Betrag von 300,- Euro. Die RSV Rheinzabern fackelte nicht lange und erhöhte das “Preisgeld” auf 350,- Euro. Durch eine weitere Spende der Metzgerei Böller über 50,- Euro und die Spende des Preisgeldes eines der Seniorenfahrer kamen insgesamt 408,- Euro zusammen, die in den nächsten Tagen bei der DKMS eingehen werden. Alle Kinder wurden selbstverständlich mit einer Aufmerksamkeit seitens des Vereins bedacht und gingen strahlend mit ihrer Medaille um den Hals nach Hause.

Keine Lizenz, aber viel Energie und Spaß

Für die ganz besonders enthusiastischen jungen Rennfahrer führte der Weg gleich wieder an die Startlinie, denn bei den Erste-Schritt-Rennen konnten Kinder ohne Lizenz ins Renngeschäft hinein schnuppern. Insgesamt 14 Kinder kämpften um die begehrten und einzigartigen Römerpokale ganz in weiß-rot gehalten. In den Jahrgängen 2001-2004 siegte Luca Guldi vom RV Offenbach und bei den Jahrgängen 2005 und 2006 sorgte Messane Bräutigam für den zweiten Heimsieg. “So viele junge Rennfahrer, die mit einem solchen Temperament und Willen in das Rennen gehen – das stimmt mich optimistisch für die Zukunft”, freute sich der Vereinsvorsitzende Matthias Eberhardt, der die Siegerehrungen zusammen mit der 2. Vorsitzenden Martina Böller und dem Sportlichen Leiter Nils Bräutigam vornahm.

Trikottausch vor dem Wettkampf

Letzterer schnappte sich direkt im Anschluss sein Rad, was bereits hinter dem Kampfrichterwagen bereit stand, zog das andere Trikot an, dort war seine Startnummer bereits befestigt, und rollte noch schnell einmal um die Strecke herum. Beinahe hätte er die Radschuhe vergessen, aber pünktlich zum Startschuss stand er bereit und legte mit gut zwei Dutzend Konkurrenten los. “Bei einem solch kleinen Feld darf man sich keinen Fehler erlauben, sonst ist man schnell hinten raus”, unkte Nils noch vor dem Start und es wurde das erwartet schwere und schnelle Rennen. Die beiden arrivierten Teams ließen nichts anbrennen, holten die ersten Ausreißergruppen zurück und setzten sich als doppeltes Duo vom Feld ab. Für das Team Möbel Ehrmann gingen Simon und Patrick Nuber auf Punktejagd und das Team Erdinger Alkoholfrei vertraten Michael Gannopolskij und Fabian Genuit, der Sieger des Straßenrennens in Offenbach. Die Fahrer im Feld stellten bald die Nachführarbeit ein und konzentrierten sich auf den Zielspurt. Hierbei kam es in der letzten Kurve zu einem Sturz bei dem auch Burkhard Schlenkrich zu Fall kam. Der junge Mann aus Hannover, der die Farben der RSV bei der Burgund-Rundfahrt im Juni sehr erfolgreich vertreten hatte, musste seine Wunden von den Mitarbeitern des DRK versorgen lassen und konnte leider das Rennen nicht beenden. Die RSV Rheinzabern wünscht ihm im Namen aller Fahrer und Zuschauer gute Besserung und freut sich auf ein baldiges Wiedersehen auf den Rennstrecken der Südpfalz – dann aber in einem anderen Trikot. Das Rennen gewann nach 70 Runden und einer Fahrzeit von 1:52 Stunden Simon Nuber vor Michael Gannopolskij und Patrick Nuber.

Fazit

Nach den vielen Stunden des Vorbereitens, des Auf- und Abbauens und der eigentlichen Durchführung ziehen die Organisatoren ein sehr positives Fazit. Das Radsportfestival ist in der Mitte der Bevölkerung angekommen, dafür spricht die hohe Akzeptanz der Strecke rund um den Marktplatz und die vielen Besucher aus dem Ort. Die Rennfahrer lobten die Strecke, denn sie bot schnelle Passagen in Verbindung mit einer technisch anspruchsvollen Stelle. Sehr zufrieden waren die Akteure mit den vielen Zuschauern und der Stimmung, denn so etwas bringt erst richtig Spaß in den Rennfahreralltag, auch wenn man mal das Podest oder die Preisgeldränge haarscharf verpasst. “Wir sind jetzt erstmal ganz schön geschafft”, meinte Pressewart Frank Lammerts kurz zwischen dem Abbauen zweier Absperrgitter, “aber ab morgen überwiegt die Freude über das Geleistete und über die Resonanz!”. Ein großes Dankeschön gilt der Gemeinde Rheinzabern für die Bereitstellung des Marktplatzes und der VG Jockgrim für die Sperrung der Rennstrecke, sowie der Feuerwehr Rheinzabern für die Unterstützung beim Absperren. Auch den Anwohnern gilt unser herzlicher Dank für ihr Verständnis. Bedanken möchte sich die RSV bei den vielen Sponsoren, Prämienspendern und besonders beim Autohaus Leibach für das Führungs- und Schlussfahrzeug, sowie bei Fichtenkamm-Reisen für die Unterstützung bei den Nachwuchsrennen.

Die RSV in der Rheinpfalz

Heute – pünktlich am Vortage unseres großen Radsportfestivals – erschien ein toller Bericht über unsere Veranstaltung in der Rheinpfalz.

130713 Rheinpfalz
Rheinpfalz vom 13. Juli 2013

PS. In den Archiven der Rheinpfalz fand sich leider nur ein Bild unseres Sportlichen Leiters in einem Trikot aus der Saison 2012 – am Sonntag wird er dann unser Trikot präsentieren.

Nasskalte Tage

Nicht nur die Profis beim Giro-Italia mussten unter widrigen Wetterbedingungen leiden, sondern auch unsere heimischen Amateure. Mit dem Unterschied, dass Letztere keine Betreuer haben und es hier noch etwas kühler und nässer ist. Somit war bei den letzten Rennen zittern, frieren und putzen angesagt. In diesem garstigen Mai ein Rennen ohne nass zu werden zu erwischen, gleicht einem Sechser im Lotto. Doch die Rheinzaberner Amateure bissen sich durch, auch wenn die Kontaktlinsenträger besonders unter dem dreckigen Spritzwasser zu leiden hatten. Christian Hellman bewahrte unter den Umständen Haltung und fuhr einige harte Rennen in den letzten beiden Wochen. Besonders seine Leistungen bei den schweren B/C-Rennen in Hungen und Homburg verdeutlichen, dass eine Top-Ten Platzierung in der C-Klasse nur eine Frage der Zeit sein dürfte. Nils Bräutigam war beim Kriterium der B/C-Klasse auf Deutschlands höchst gelegener Radrennbahn in Schopp erfolgreich. Unter anderem konnte er sich mit einem weiteren Fahrer ein paar Runden lang vom Feld absetzten und punkten. Bedingt durch 14 Wertungen und entsprechend vielen Punkteträgern reichten diese aber nicht für eine Top-Ten Platzierung. Sebastian Fischer unterstütze Nils dabei auf der Bahn in Schopp.

In den nächsten Wochen geht es dann Schlag auf Schlag. Es stehen Rennen in Leimersheim, Queidersbach, im badischen Kirrlach und in Schifferstadt an bevor es dann zum Saisonhöhepunkt zur Trophée Bourbonnais Charolais in Burgund geht.

„Elsass-Tour“ und „Wanderradschrecken“

Die komplette neue Vorstandschaft sowie fast alle Beisitzer mussten am Wochenende nach den Neuwahlen sogleich die radsportliche Feuertaufe über sich ergehen lassen. Trotz Regen und Kälte ging es am Samstagmorgen gut gelaunt per Rad nach Le Hohwald in den Vogesen. Dabei hat sich die neue Vorstandschaft als außerordentlich widerstandsfähig erwiesen und allen mentalen und körperlichen Herausforderungen getrotzt, galt es doch immerhin eine Strecke von 135-150 Kilometern zu bewältigen, auch für die weniger Trainierten. Das Pflichtprogramm, die Anfahrt bis zum Fuße des Berges, bewältigten alle anstandslos und ohne Murren. Die letzten 15km und 700Hm bildeten die Kür. Oben am Col du Kreuzweg angekommen, waren immer noch alle bester Laune und so konnte gleich in den geselligen Teil bei Kaffee und Kuchen übergegangen werden. Vorzüglich waren dann auch das herzhafte Abendessen und das Frühstück in der Villa Mathis. Ohne Reue konnte hier kräftig zugeschlagen werden. Wenn man an zwei Tagen 300 Kilometer fährt, kann man getrost den Rest der Zeit mit Essen, Trinken und Schlafen verbringen. Dass man niemand alleine im Regen stehen ließ, alle gemeinsam den Herausforderungen trotzten und keiner in die entgegengesetzte Richtung fuhr, lässt auch zuversichtlich auf alle kommenden Ausschusssitzungen hoffen. Auf dem Rückweg hatte sich dann noch mitten im Elsass eine skurrile Geschichte zugetragen.

Gruppenbild am Col du Kreuzweg
Gruppenbild am Col du Kreuzweg

Saisonrückblick 2012 der RSV Rheinzabern

Nach einer schönen und lustigen Weihnachtsfeier, deren Tombola schon beinahe legendär ist, ging der Verein mit einigem neuen Schwung ins Jahr 2012. Es sollte sich wieder was tun. Das letzte große Ereignis war die bestens organisierte Jubiläumsfeier zum 100-jährigen Bestehen. Dies ist auch schon wieder sechs Jahre her. Seitdem die letzten Radrennfahrer für gute Schlagzeilen sorgten, sind gar schon zehn Jahre ins Land gegangen.

Gruppenbild 2012
Gruppenbild 2012

Die sportlichen Aktivitäten beschränkten sich daher in den letzten Jahren auf die Arbeit beim Radsportbezirk und die Organisation des Radrennens “Großer Preis der Gemeinde Rheinzabern” im Juli. Das Radrennen ist nach wie vor die aufwendigste Veranstaltung des Jahres. Der relativ lange Rennkurs, mit seinen vielen Seiten- und Durchgangsstraßen, erfordert einen sehr großen organisatorischen und personellen Aufwand. Ohne die große Anzahl an Helfern, die Unterstützung durch die Gemeinde Rheinzabern, der Feuerwehr, der vielen lokalen Sponsoren sowie dem Verständnis der Anwohner wäre die Durchführung der Radsportveranstaltung nicht möglich. Hierfür möchten wir uns nochmals ganz herzlich bei allen Unterstützern bedanken. Dass die Veranstaltung wieder ein voller Erfolg wurde, ist auf das große Engagement aller Beteiligten zurückzuführen!

Doch zunächst begann das Jahr 2012 mit dem bewährten Saukopfessen. Als Dank an die Helfer beim Radrennen, ist ein solch geselliges Beisammensein von unschätzbarem Wert und dankeswerterweise auch wiederum nur durch engagierte Helfer möglich. Das unterstrich auch nochmals der erste Vorsitzende Rolf Wagemann.

Wie spannend das neue Jahr werden sollte, sollte sich erst später herausstellen. Der Verein verfügt ab dieser Saison wieder über aktive Lizenz- und Hobbysportler. Durch die Initiative einiger Vereinsmitglieder sowie durch den Wechsel von auch aus Rheinzabern stammenden Radsportlern in den Verein, wurden die Weichen für den sportlichen Neubeginn 2012 gestellt. Über persönliche Kontakte konnten weitere Radsportler für den Verein interessiert werden. So traten einige junge Sportler neu in den Verein ein. Einige wagten den Sprung ins kalte Wasser des lizenzierten Radrennsports, andere wollten sich als ambitionierte Hobbysportler bei Hobbyrennen, Radmarathons und Triathlons versuchen. Das Hauptziel war der Aufbau einer Mannschaft, welche den Verein und Rheinzabern repräsentiert. Dank neuer Sponsoren für die Trikotwerbung konnte dies finanziert werden. Der Trend der Zeit, ein halbprofessionelles Team zu bilden, welches die Basis ausschließlich im sportlichen Erfolg sieht und einen großen Hauptsponsor repräsentiert, war nicht das Ziel. Man baut auf Sportler, die sich langfristig an den Verein binden und engagieren wollen. Folglich wurden bei den Ergänzungswahlen im Mai Frank Lammerts als Sportlicher Leiter und Pressewart, Sebastian Fischer als Jugendleiter und Christian Hellmann als Beisitzer gewählt. Dies unterstreicht, dass gerade in der heutigen Zeit ehrenamtliche Vereinsarbeit ihre Berechtigung hat und auch notwendig ist. Nur dieses Engagement bietet Sportlern und dem Nachwuchs die Möglichkeit ihren Sport auszuüben.

Auch das neue wöchentliche Training hat sich schnell etabliert. Den Verein hat es besonders sehr gefreut, dass sich neben den Radrennfahrern auch einige Hobbyfahrer und Neueinsteiger daran beteiligten. Gerade durch die sportlichen Frauen und Männer aus Rheinzabern hat sich eine Stammbesetzung gefunden, die für den funktionellen Trainingsablauf sorgt und als Anlaufstelle für jeden Interessierten wahrgenommen wird. Dies ist grundsätzlich auch eine der wichtigsten Aufgaben eines Sportvereins.

Dies zusammen führte schließlich zu einer Neumitgliederzahl im zweistelligen Bereich, welche man in dem Ausmaß im ersten Jahr nicht erwartet hatte. Auch das Interesse an der neuen Sportkleidung war bei allen Radsportlern in Rheinzabern sehr groß. Allein der Trikotsatz hatte eine Auflage von 50 Stück!

Aber auch über die rennsportlichen Resultate war man im ersten Jahr mehr als positiv überrascht. Die acht aktiven Sportler waren kontinuierlich ab 1. April jede Woche, dabei teilweise an mehreren Renntagen in der Folge, im Einsatz. Alle konnten mit guten sportlichen Ergebnissen aufwarten. Dadurch stand der RSV breit gefächert bei Radrennen im ganzen süddeutschen Raum am Start. Und dies in den verschiedenen Lizenzklassen der Elite-Frauen, der C-Klasse, der KT/A/B-Elite und der Senioren bzw. Masterklasse. Gestartet wurde hauptsächlich bei Straßen-, Rundstreckenrennen, Kriterien und beim Cyclocross. Die Etablierten zeigten eine solide Leistung, wobei Sebastian Fischer nach seiner einjährigen Pause sich erst wieder an die Rennhärte gewöhnen musste. Er war bei vielen Rennen am Start und konnte die Neueinsteiger wirkungsvoll unterstützen. Frank Lammerts zeigte mit 14 Platzierungen und über 30 Rennteilnahmen Kontinuität, wenn er auch über einige verpasste Podestplätze etwas unzufrieden war.

Dafür überraschten die Neueinsteiger, ist doch der Neueinstieg in den Lizenzport besonders schwer. Pünktlich zum Heimrennen fuhr Christian Hellmann mit dem 8. Platz seine erste Platzierung ein. Dazu gesellte sich später noch ein 11. Platz in Speyer, sehr viele Rennteilnahmen und die Bereitschaft auch die Kameraden zu unterstützen. Für eine riesen Überraschung in der Radsportszene sorgte Patrick Kratz, der in seinem ersten Lizenzjahr ein außerordentliches Talent zeigte und mit vielen Plätzen auf dem Podest den RSV-Rheinzabern in die Schlagzeilen brachte. In Rheinzabern verpasste er mit dem 2. Platz knapp den Sieg im Heimrennen. Eine Woche zuvor wurde er im Roschbacher Straßenrennen ebenfalls Zweiter. Dies setzte sich kontinuierlich über die Saison fort. Mit 5 Platzierungen, darunter 4x Podest, stieg er in die B-Klasse auf und hatte dort mit zwei weiteren Podestplätzen nahtlos an die Erfolge in der C-Klasse angeknüpft. Da sollte nächstes Jahr der Aufstieg in die A-Klasse keine allzu große Überraschung mehr sein.

Desiree Saleschke vertritt den Verein beim starken „schwachen“ Geschlecht. Mit einem 9. Platz feierte sie beim Kriterium in Kandel ihr Renndebüt bei den lizenzierten Frauen. Jens Hoffmann fand seine Bestimmung mehr auf größeren und ruhigeren Rennkursen und Triathlons. Über den 2. Platz in seiner Altersklasse konnte er sich beim Viernheimer-Triathlon freuen. Clément Neubecker und Michael Gehrig schnupperten über die Hobbyklasse in den Rennsport rein.

Nächstes Jahr möchte sich die Mannschaft noch etwas verstärken. Nils Bräutigam, der bisher als A-Amateur in einem Team startete, tritt mit seiner Tochter Messane neu dem Verein bei und wird nächste Saison als B-Amateur bei vielen Rennen am Start stehen. Messane hat dieses Jahr einige Erste-Schritt-Rennen gewonnen und fiebert mit ihren 6 Jahren schon den Schülerklassen entgegen. Außerdem ist nicht auszuschließen, dass der eine oder andere Hobbyfahrer, vom gemeinsamen Training motiviert, es doch mal bei den Rennen probieren möchte.

Für das Jahr 2012 ist festzustellen, dass der Verein den sportlichen Neubeginn erfolgreich gestalten konnte. Der Zuwachs an neuen und jungen Mitgliedern stabilisiert den altersbedingten Mitgliederverlust und gibt dem Verein neue Impulse. Der Verein bedankt sich bei allen Unterstützern, Sponsoren, Helfern und Vereinsmitgliedern für ihre Hilfe und das Engagement im Jahre 2012 und bittet um die Unterstützung auch in den nächsten Jahren.

Der RSV-Rheinzabern hat wieder aktive Rennfahrer

Nach dem sich in den letzten 10 Jahren der sportliche Höhepunkt auf die Organisation des Radrennens am zweiten Juliwochenende beschränkte, hat der Verein ab dieser Saison wieder aktive Lizenz,- und Hobbysportler! Ziel ist es, Jugendliche und Quereinsteiger für den Radsport weiter zu begeistern.

Durch die Initiative der Vereinsmitglieder Josef Wünstel und Matthias Eberhard, sowie durch den Wechsel von Sebastian Fischer und des aus Rheinzabern stammenden Frank Lammerts, wurden die Weichen für den sportlichen Neubeginn 2012 neu gestellt. Über persönliche Kontakte konnten weitere Radsportler für den Verein interessiert werden. So traten einige Sportler neu in den Verein ein, die den Sprung ins kalte Wasser des Lizenzsports über die C-Klasse wagen oder sich als ambitionierte Hobbysportler bei Jedermannrennen, Radmarathons und Triathlons versuchen wollen. Diesen jungen Sportlerinnen und Sportlern Desiree Saleschke, Jens Hoffmann, Christian Hellman, Patrick Kratz, Clément Neubecker und Michael Gehrig wünschen wir allen viel Glück, Durchhaltevermögen und Spaß.

Lizenzfahrer 2012
Die Lizenzfahrer der Saison 2012
v.l.n.r.: ?, Patrick Kratz, Frank Lammerts, Sebastian ?, Christian Hellmann, Jens Hoffmann, Desiree Saleschke

Es wird nicht leicht werden, an die früheren Erfolge der bekannten Rheinzaberner Radsportler Karl Wünstel, Bernhard Himpel, Christian Weschler, Dominik Brand, Fabian Brand und Matthias Eberhard anzuknüpfen, doch wenn die Mannschaft miteinander harmoniert und sich mit dem Verein identifiziert, ist ein erster Schritt getan. Zusammen mit den etwas erfahreneren Rennfahrern Sebastian Fischer und Frank Lammerts werden die jungen Radsportler des RSV-Rheinzabern, ab den ersten Radrennen im April, bei der A/B-Klasse, C-Klasse und den Senioren am Start stehen.

Großer Dank gilt auch unseren Sponsoren für die neuen Teamtrikots. Sie sind noch in der Fertigung und werden diese Woche eintreffen. Dann gibt es für alle Vereinsmitglieder, aber auch allen anderen Interessenten, die Möglichkeit zur Ansicht, Anprobe und Bestellung. Wer also Interesse an einem Trikot hat, möchte sich bitte melden.