Quer durch die Republik und das nahe Ausland

Am letzten Augustwochenende gab es für die Nachwuchsfahrer keine Veranstaltungen in der Südpfalz, deshalb mussten sie sich etwas weiter in die Ferne orientieren. So startete Marco Kreichgauer in Mayen und wurde reichlich belohnt, denn er fuhr als Dritter zum ersten mal als lizenzierter Fahrer auf das Podium.

Währenddessen hatte auch Messane Bräutigam nochmal ein echtes Saisonhighlight. Sie verbrachte das Wochenende bei der Tour du Val de Moder im Elsass. Nachdem das südpfälzische Team bereits freitags angereist war, traten die Akteure am Samstag so richtig in Aktion. Messane musste drei Wettkämpfe bestreiten, einen Sprint, ein Zeitfahren und ein Straßenrennen. Nach einem vierten Platz im Sprint und dem dritten Platz im Zeitfahren zeigte sie im direkten Kampf auf der Straße ihre Klasse und gewann die Etappe. Am nächsten Tag musste ein Cross-Rennen bewältigt werden, auf der technischen Abfahrt hatte sie ihre Schwierigkeiten und war mit dem siebten Platz zunächst ein wenig enttäuscht. Auf der letzte Etappe, einem Straßenrennen bewies sie dann, dass sie nicht nur enorm viel Druck aufs Pedal bringt, sondern auch ein gutes taktisches Verständnis hat. Durch gutes Timing im Schlussspurt schnappte sie sich auch den letzten Etappensieg, was sie in der Gesamtwertung auf Platz zwei brachte und ihr das Nachwuchstrikot bescherte. Die Heimreise trat sie nicht nur mit einigen Erfolgen sondern auch mit vielen neuen Erfahrungen im Gepäck an.

Messane siegt in Uhrwiller
Messane siegt in Uhrwiller
Weite Reise – große Rennen

Einen besonders langen Anfahrtsweg zum Wettkampf hatte Burkhard Schlenkrich, denn er Stand im Aufgebot des meinradladen.de-Süwestteams für die deutschen Meisterschaften im Mannschaftszeitfahren in Genthin bei Magdeburg. Dabei legten sie in unter einer Stunde 50 Kilometer zurück und belegten Platz 10, ein beachtliches Resultat.

Einer toppte diese Distanz aber doch noch: Alexander Obert stand in der Startliste für die Cottbuser Nächte, er bildete als Ältester ein Duo mit dem Jüngsten, dem 18-jährigen Jasper Frahm. Sie verstanden sich blendend und verkauften sich extrem teuer in einem Starterfeld, das mit Welt- und Europameistern gespickt war. Über drei Tage hinweg absolvierten sie zahlreiche Wettkämpfe wie Rundenrekordfahren, Temporennen und dem klassischen Madison, bei dem sie sogar zwei Rundengewinne erzielen konnten. Am Ende stand ein starker elfter Platz und ein klasse Wochenende vis-a-vis mit den großen der Bahnszene zu Buche.

Deutsche Meisterschaft direkt vor der Haustür

Am letzten Wochenende veranstaltete der Radsportbezirk zwischen Ramberg und der Lolosruhe die deutschen Bergmeisterschaften der Männer. Im Feld dabei war auch Benjamin Körner, der sich in dem Wettbewerb, der als Bergzeitfahren ausgetragen wurde, durchaus schwer tat. Am Ende musste er mit Platz 52 vorlieb nehmen. Trotzdem konnte er sich an diesem Tag freuen: Sein Team rückte auf Platz neun in der Bundesligawertung. Burkhard und Benny werden am nächsten Wochenende in Cottbus die letzten beiden Wettkämpfe der Rennserie bestreiten und sind hochmotiviert, den neunten Platz mit mit allem zu verteidigen, was der Körper noch hergibt. An dieser Stelle soll nochmal dem Verein gedankt werden, der die beiden stets herrausragend unterstützte.

Hitzelethargie bei den Auensteiner Radsporttagen

Am vergangenen Wochenende wurden in Ilsfeld-Auenstein bei Heilbronn die nächsten beiden Läufe der Rad-Bundesliga ausgetragen. Charakteristisch für dieses Rennen ist die kurze Runde auf schmalen Wegen mit steilen Anstiegen und Abfahrten, die in der Regel dafür sorgen, dass die meisten Fahrer das Ziel nicht erreichen. Sowohl Burkhard Schlenkrich, der als Sprinter ursprünglich nicht für das bergige Rennen vorgesehen war, als auch Benjamin Körner bestritten beide Wettkämpfe. Am Samstag Mittag startete das Rennen bei glühender Hitze sehr schnell und in den Weinbergen, die kein bisschen Schatten bieten, dezimierte sich das Fahrerfeld drastisch, wodurch auch Burkhard den Kontakt zum Feld verlor. Benjamin biss sich fest und konnte bis über die erste Rennhälfte hinweg den Anschluss zur großen Gruppe halten. Doch irgendwann wurde auch für ihn das Tempo zu hoch und auch die Unterstützung des Vereinsvorsitzenden Matthias Eberhard nutzte nichts mehr. Trotzdem gab er nicht auf und quälte sich über die Runden, lag er doch bereits auf einem Rang der Bundesliga-Punkte versprach. Vier Runden vor Schluss wurde er entgegen der vorherigen Ankündigung des Wettkampfgerichts aus dem Rennen genommen. Somit hatte auch er kein Resultat für die stundenlange Schinderei.

Am nächsten Tag versprach die nochmals erschwerte Runde keine Besserung der Kräfteverhältnisse gegenüber den Top-Profis. An dieser Stelle muss vor allem Lennard Kämna vom Team Stölting genannt werden. Er war im letzten Jahr Junioren-Weltmeister im Zeitfahren und sollte mit einem beeindruckenden Soloritt das Renn für sich entscheiden. Auch hier zog sich das Feld früh wieder in die Länge, Burkhard konnte sich ein wenig länger halten als am Vortag, doch musste letztendlich wieder früh aufgeben. Benny erwischte keinen guten Tag, fand aber trotzdem einen Rhythmus, der ihm erlaubte mit dem Feld mitzuhalten. Doch zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt versperrten zwei Teamfahrzeuge in einer chaotischen Situation die Straße und raubten die letzte verbliebene Chance. So kam zum fehlenden Glück auch noch Pech dazu, wenngleich man gegen derartige Konkurrenz keine Wunderdinge erwarten kann. Durch die Erfahrungen und das Training des vergangenen Wochenendes werden unseren beiden jungen Sportlern dennoch nicht die Motivation für die nächsten Rennen nehmen lassen, geht es doch in der Südpfalz bald richtig rund. Auch das Heimrennen am 12. Juli in Rheinzabern wirft seinen Schatten voraus, spätestens dann werden die Rennfahrer zeigen, wie gut ihre Form ist.

Trophée Bourbonnais Charolais – Die Burgundrundfahrt vom 8.-9.06.2013

Auch dieses Jahr erhielt der Freundeskreis e.V. der Burgundfreunde eine Einladung aus Burgund, um mit einer Radsportmannschaft an der Trophée Bourbonnais Charolais teilzunehmen. Zum ersten Mal konnte eine Mannschaft von der RSV Rheinzabern gestellt werden. Weil der Termin letztes Jahr mit dem Radrennen in Rheinzabern kollidierte und der RSV die Jahre zuvor keine eigenen Radsportler hatte, war dankenswerterweise der TSV Neupotz bisher in die Bresche gesprungen.

Da die Burgundrundfahrt eher einer kleinen „Tour de France“ gleicht, waren Radsportler mit großer Leistungsbereitschaft und einem hohen Leistungsniveau gefragt. Die 2-Tage-Rundfahrt der Kategorien 2 und 3, die sich über drei schwere Etappen erstreckte und oberhalb des deutschen B/C-Niveau angesiedelt ist, ist vor allem für talentierte Nachwuchssportler und leistungsstarke Amateure der B-Klasse ein Grundstein für die sportliche Weiterentwicklung.

Als die Mannschaft nach langer Autofahrt Freitag nachmittags in Paray-Le-Monial ankam, galt es erst mal die Beine locker zu fahren und danach das Quartier zu beziehen. Samstag vormittags bereiteten sich dann die Radsportler für die große Teampräsentation und das Rennen vor. Schon auf dem Parkplatz des Hotels erkannten die Sportler, was auf sie zukommen sollte. Die konkurrierenden Teams waren sehr professionell ausgestattet. Die Teamfahrzeuge waren in den jeweiligen Farben und Bildern der Radsportler lackiert. Als das Team aus Monaco gar mit einem Jaguar als Teamfahrzeug daher kam, bekam man die Kinnlade gar nicht mehr zu.   

In der Mitte mit gehobener Hand unser bester Fahrer Burkhard Schlenkrich, rechts daneben: Benjamin Körner, Frank Lammerts und Nils Bräutigam mit seinem Sohn Nepomuk. Links daneben: Alexander Obert, Bernd Ohnemüller und Mandy Bräutigam
In der Mitte mit gehobener Hand unser bester Fahrer Burkhard Schlenkrich, rechts daneben: Benjamin Körner, Frank Lammerts und Nils Bräutigam mit seinem Sohn Nepomuk. Links daneben: Alexander Obert, Bernd Ohnemüller und Mandy Bräutigam

Teampräsentation und erste Etappe 

Nichtsdestotrotz ging es gut gelaunt zum Start. Bei der vorausgehenden Teampräsentation  spürte man erneut die große Professionalität der Rundfahrt. Alles perfekt abgesperrt und gesäumt von geduldigen Zuschauern, eine große Bühne, Presse und viel Beifall. Man registrierte deutlich, dass Frankreich eine große Radsportnation ist. Was bei uns eher als Belästigung gesehen wird, stößt dort auf großen Beifall. Sei es bei den Autofahrern, Anwohnern oder Zuschauern.

Für Rheinzabern, übrigens die einzige deutsche Mannschaft, waren folgende Fahrer am Start: Alexander Obert (RSV Seerose Friedrichshafen), Burkhard Schlenkrich (Hannoverscher RSC), Nils Bräutigam sowie die beiden Coussins Benjamin Körner (RSC Leimersheim / Team Jäger und Keppel-Wipotec ) und Frank Lammerts. Frank kam ganz kurzfristig als Ersatzfahrer dazu, da ein Fahrer tags zuvor überraschend krank wurde. Dazu gesellten sich Mike Scheibe als Sportlicher Leiter und Josef Wünstel als Betreuer sowie Mandy Bräutigam als Übersetzering und Sohnemann Nepomuk als Spaßmacher. Im weiteren Verlauf hatte es sich noch als wahrer Segen erwiesen, dass Josef sich entschloss, die strapaziöse Anreise auf sich zu nehmen.

Die erste Etappe Marcigny – Digoin war zugleich die Längste. Rund 1200 Höhenmeter verteilten sich auf 120 Kilometer und gefahre wurde ein Schnitt von 41,8 km/h. Gleich nach dem Start ging es in hohem Tempo einen moderaten aber 10 Kilometer langen Anstieg hoch, so dass dieser sich schon als kleiner Scharfrichter für die ganze Tour herausstellte. Aber besonders unsere Jungen waren von Beginn an vorne dabei und zeigten über das ganze Rennen eine klasse Leistung. Auch die vier heftigen Anstiege auf den letzten 30 Kilometern brachten sie nicht in Schwierigkeiten. Und dennoch war es eine freudige Überraschung als Burkhard sich am Ende im Sprint den 6. Platz sicherte. Benjamin kam zeitgleich in der großen Gruppe ins Ziel. Nils und Frank hielten den Abstand in einer Verfolgergruppe in Grenzen und platzierten sich im Mittelfeld.

2. Etappe: L’Hopital le Mercier – Paray-Le-Monial 

Zunächst ging es am Sonntagmorgen zum Startort, wo wieder eine Präsentation eingerahmt von zwei jungen Damen auf die Radsportler wartete. So manches Team stand gar nur noch mit drei Fahrern bereit. Der RSV war noch zu viert, vermisste aber Alexander, der auf der ersten Etappe das Zeitlimit nicht einhalten konnte. Dafür stand die Miss Saone et Loire zusammen mit der Miss Burgund neben den Radsportlern. Alexander haderte nicht lange mit seinem Schicksal und hatte sofort den Schalter „von Helfer im Feld“ zu „Betreuer“ umgeklappt und somit alle vor, bei und nach dem Rennen bestens versorgt. Dafür nochmals vielen Dank!

Vom Start weg schlug das Feld ein hohes Tempo an und vor allem an den Anstiegen bildete sich ein langgestrecktes Feld. Als Nils und Frank durch einen Sturz aufgehalten wurden, kamen sie in die Defensive. Bei dem sehr hohen Tempo war es schwierig wieder zum Hauptfeld aufzuschließen und so kamen sie in einer der abgeschlagenen Gruppen ins Ziel. Bei einem Schnitt von 43,4 km/h über 55 Kilometer und 520 Höhenmeter spürten die „älteren“ Fahrer die fehlende Regeneration. Derweil war vorne das spannende Finale im Gange, bei dem sich Benjamin und Burkhard gut in Szene setzen konnten. Burkhard sprintete auf der leicht ansteigenden Zielanfahrt erneut auf den 6. Platz und sicherte sich damit seinen 6. Gesamtrang. Benjamin kam mit wenigen Sekunden Rückstand im Feld ins Ziel. 

3. Etappe: Bourbon-Lancy – Guegnon 

Nach kurzer Ruhephase, einem hektischen Mittagessen und einer Autofahrt stand das Team schon wieder auf der Bühne und anschließend an der Startlinie. Zu Beginn war Nils gleich nach dem Start an der Spitze des Feldes zu sehen, dann Burkhard und Benjamin. Man wollte verhindern, dass sich gleich eine Gruppe ohne Burkhard vom Feld absetzen konnte. Dank dem hohen Schnitt von 42,5 km/h über 81 Kilometer und 680 Höhenmeter wurde das Rennen für viele angeschlagene Sportler zum Ausscheidungsfahren. Wiederum hielten sich die Jungen sehr gut an der Spitze des Feldes. Dabei gab Benjamin Burkhard Rückendeckung. Und doch hatte Benjamin Körner am Ende der dritten Etappe noch genug Körner übrig für einen sehr guten Sprint auf den 13. Platz. Burkhard kam auf Platz 18 und sicherte sich damit seinen hervorragenden 6. Platz in der Gesamtwertung. Frank verlor einiges an Zeit und kam in einer kleinen hinteren Gruppe an. Er konnte sich aber noch vor dem Besenwagen ins Ziel retten. Nils beendete das Rennen vor den beiden Schlussrunden und versorgte die Fahrer nach der Zieldurchfahrt.

Am Ende hatte man also überraschend erfolgreich abgeschlossen. Mit dem 6. Platz von Burkhard Schlenkrich war Rheinzabern deutlich in die Top-Ten gefahren. Auch Benjamin Körner war mit nur wenig Zeitabstand im vorderen Drittel zu finden. Da Frank Lammerts als dritter Fahrer in die Gesamtwertung fuhr, kam man noch in die Mannschaftswertung. Das Ergebnis sorgte für positiven Wirbel bei den Organisatoren und unseren Freunden von der Städtepartnerschaft. 

Zwischen den Misses
Zwischen den Misses

Emotionen 

Es war eine sehr ausgelassene Stimmung unter den Sportlern. Die Gruppe harmonierte trotz des Altersunterschiedes wunderbar und es wurde sehr viel und herzhaft gelacht. Doch eine so schwere Herausforderung nimmt auch gestandene Radsportler mit. Da war manch einer um die Sonnenbrille froh, als die überwältigende Stimmung bei der Präsentation das Auge feucht werden ließ. Oder die große Enttäuschung, wenn Fahrer vom Besenwagen aus dem Rennen genommen wurden. Und so mancher saß nach der Zieleinfahrt einfach vor Anstrengung erschöpft am Straßenrand. Hier waren alle Josef Wünstel dankbar, der als Erster die unterschiedlichen Emotionen der Sportler bei der Zieleinfahrt auffing. Mit seiner aufmunternden Art konnten diese dann auch schnell wieder lächeln.

Ausdrücklich bedanken möchte sich der RSV Rheinzabern bei dem Freundeskreis Burgund mit dem Vorsitzenden Bernd Ohnemüller für die Gesamtorganisation und Delegationsleitung, der Jumelage vor Ort für die Gastfreundschaft, den Begleitpersonen Mandy Bräutigam, Josef Wünstel und Mike Scheibe für die Betreuung, dem Veranstalter TBCO für die sportliche Organisation, den Sportlern für die exzellenten Leistungen und nicht zuletzt bei der Gemeinde Rheinzabern für die finanzielle Unterstützung.

Insgesamt ein schönes und sportlich erfolgreiches Wochenende im Nachbarland und die Rennfahrer freuen sich schon auf die Wiederholung.

Viel Spaß
Viel Spaß …
Gute Stimmung
… und gute Stimmung

Kindertag auf Rädern

Das Ende des Regens war angekündigt für das vergangene Wochenende, aber beim Blick aus dem Fenster am Samstag Morgen offenbarte sich noch einmal das kühle, kalte Grauen. Ein kurzer Blick auf das Regenradar und mit großen Hoffnung auf Besserungen machte sich Messane zusammen mit der 3-köpfigen Familienunterstützercrew auf den Weg zum allerersten Bahnrennen nach Friesenheim. Tatsächlich erbarmte sich der Wettergott (lag es vielleicht am internationelen Kindertag?), der Regen ließ nach und auf abgetrockneter Rennbahn drehte Messane ihre Aufwärmrunden. Einen Zeitplan wollten oder konnten die Organisatoren nicht veröffentlichen, also saßen die jüngsten Teilnehmer, die der Kategorie “Erster-Schritt” da und warteten erstmal alle anderen Altersklassen ab. Auf Grund der geringen Starterzahlen dauerte das zum Glück nur eine knappe Stunde und dann ging alles ganz schnell. Messane wurde gerufen und sollte eine “Fliegende Runde” hinlegen. Die Sache mit dem “Fliegen” musste Papa Nils natürlich erst erklären und kaum war er fertig, wurde der Modus auf “stehenden Start” umgeschaltet … nun ja, Messane ließ sich nicht beirren und legte ein tolle Zeit hin, die von ihren Konkurrenten und auch von so manchem aus der U11 nicht unterboten werden konnte. Danach hieß es wieder lange warten, bis das Scratch-Rennen über fünf Runden anstand. Hier belegte unsere jüngste Rennfahrerin den 2. Platz und gewann somit das Omnium aus den beiden Wettbewerben.

Messane auf der Bahn
Messane auf der Bahn

Besuch in der Westpfalz

Am Tag darauf ging unser Nachwuchs wieder auf Tour, diesmal nach Queidersbach zu einem toll organisiertem Straßenrennen. Die U9 bekam eine Strecke von zwei Kilometern vorgesetzt und die drei “Favoriten”, darunter Messane und zwei einheimische Fahrer, setzten sich gleich toll in Szene. Vor der Zielkurve sicherte sich Messane die Spitze und gab sie auch nicht wieder her, auch wenn der Anstieg hinauf zum Ziel alles von ihr abverlangte. Damit gewann sie ein weiteres Rennen im Saar-Pfalz-Cup und liegt nun in der Gesagtmwertung nach 7 von 13 Wettbewerben in Führung. Der Dank des Vereins gilt Benjamin Körner für die Betreuung unserer Sportlerin in Queidersbach!

Badische und schwäbische Hatz

Denn gleichzeitig stand Messanes Vater Nils zusammen mit Sebastian Fischer beim Rennen der B/C-Klasse im badischen Kirrlach an der Startlinie. Das große Feld von über 100 Fahrern rollte schnell über die breiten Straßen und weiten Kurven. Beide versuchten im Laufe des Rennens, sich Punkte zu ersprinten, waren dabei nicht erfolgreich und beendeten das Rennen im Hauptfeld.

Derweil fuhr Christian Hellmann beim C-Klasse Rundstreckenrennen im schwäbischen Kirchheim-Teck. Auf dem schnellen Kurs durch die von vielen Zuschauern gesäumten Gassen war richtige Grand-Prix-Stimmung. Der enge Kurs machte das Feld lang und so wurde das Ganze zum Ausscheidungsfahren. Doch Christian biss sich nicht nur durch, sondern belegte gar noch einen guten 12. Platz.

Weiter geht es mit der Trophée Boubonnais Charolais in der Umgebung von Paray-Le-Monial, das heißt, die Rennfahrer der RSV Rheinzabern werden ihre Trikots und Sponsoren auch in der Ferne hervorragend präsentieren.

Ankündigung Burgund-Rundfahrt

Der erste sportliche Höhepunkt der Saison 2013 steht an! Das eigene Rennen, der “Große Preis von Rheinzabern” lässt bekanntlich noch bis Mitte Juli auf sich warten und dennoch stehen die Aktiven und Verantwortlichen der RSV “mitten im Stoff”, denn der erste sportliche und menschliche Saisonhöhepunkt steht vor der Tür. Mit der Trophée Boubonnais Charolais hält der Rennkalender einen richtigen Leckerbissen für die Fahrer der RSV bereit. Auch wenn das Wetter nicht zum Rennsport enlädt, kommt die Radsportsaison in der Südpfalz auf Touren. Während die Rennfahrer in den letzten Wochen trotz Wind und Wetter weiter an ihrer Form arbeiteten und sich über die ersten Resultate freuten, wird im Hintergrund fleißig die Fahrt zur Partnergemeinde im französischen Burgund organisiert.

Logo Städepartnerschaft
Logo Städepartnerschaft

Die Gemeinde Rheinzabern unterhält seit einigen Jahren eine “Jumelange”, also eine Städtpartnerschaft, mit einer Region in der Bourgogne. Innerhalb eines der gegenseitigen Besuche wurde die RSV eingeladen, doch ein Team zur Teilnahme an der Trophée Boubonnais Charolais zu stellen. Bereits in 9 Tagen geht es los und während man dem geselligen Teil der Fahrt fröhlich entgegen blickt, kommen beim Studium des sportlichen Teils doch ein paar Sorgenfalten auf die Stirn des sportlichen Leiters.

Die 2-tägige Rundfahrt über drei Etappen und insgesamt 265 Kilometer (!) geht gleich am ersten Tag heftig los. Das erste Teilstück hält satte 130 Kilometer für die 120 Starter parat, die sich gleich zu Beginn in einen langgezogenen Anstieg stürzen dürfen. Nach hoffentlich erholsamer Nacht steht am frühen Morgen eine Runde von 55 Kilometern auf dem Programm und nach dem entspannten Mittagessen heißt es wieder, sich in den Sattel zu schwingen und die letzten 80 Kilometer mit voller Kraft anzugehen.

“Trotz des welligen Profils und der für uns ungewohnten Straßenrennen bin ich sehr optimistisch, denn innerhalb der Rennmannschaft ist genau die richtige Mischung zwischen Lockerheit und ernster Vorbereitung zu spüren”, schätzt unser sportliche Leiter Nils Bräutigam die Situation ein. Unterstützt werden die Renner vom Ehrenvorsitzenden Josef Wünstel und den Mitgliedern des Freundeskreises Rheinzabern-Burgund aus beiden Partnergemeinden. Schwierig wird es außerdem sein, sich schnell an die dortigen klimatischen Bedingungen zu gewöhnen. Während hier der Winter noch kräftig nachhallt, zeigt der Klimatrend für den zentralen Ort Paray-le-Monial kräftig nach oben. Drücken wir den Rennfahrern und dem Betreuerstab die Daumen, dass der leckere heimische Rotwein nach dem Anstoßen auf tolle Leistungen und Ergebnisse getrunken werden kann.

Für die RSV treten an: Benjamin Körner, Bastian Becker, Burkhard Schlenkrich, Alexander Obert, Nils Bräutigam, Mike Scheibe als verantwortlicher “Directeur sportif”.

Offenbacher „Tag der Arbeit“

Am 1. Mai waren die Rheinzaberner Radrennfahrer traditionell im südpfälzischen Offenbach am Start. Messane Bräutigam gewann dabei vormittags das „Fette-Reifen-Rennen“ mit ihrem Mountainbike. Nachmittags kam sie als eine der Jüngsten mit dem Rennrad auf Platz 6 aller „Erste-Schritt“-Jahrgänge. Mittags starteten Sebastian Fischer und Christian Hellman bei der C-Klasse. Christian war hochmotiviert oft an der Spitze des Feldes zu finden, war bereit über seine Grenzen zu gehen und konnte sich in einer Fluchtgruppe vom Feld absetzten. Leider wurde die Gruppe wieder gestellt und er konnte auf die folgende Konterattacke nicht reagieren. Er beendete das Rennen zusammen mit Sebastian im Hauptfeld.

Nils Bräutigam befand sich anschließend mit rund 50 weiteren B-Fahrern beim Hauptrennen am Start. Diesmal gab es für die große Gruppe nur 60 Sekunden Zeitvorgabe. Die nachfolgenden starken A und KT-Teams waren sich einig und fuhren mit einem 50er Schnitt das Loch innerhalb von 10 Kilometern zu. Drei Runden später setzte sich aus dem geschlossenen Feld eine große Gruppe ab. Nils nahm im weiteren Rennverlauf mit einem Mitstreiter die Verfolgung auf. Zu zweit hatten sie aber bei den windigen Verhältnissen schlechte Karten die Fluchtgruppe zu erreichen und wurden wieder vom Hauptfeld geschluckt. So hatte Nils wenigstens für das kommende Zeitfahren gut trainiert.

Pünktlich zum Saisonstart strahlen die Sonne und die Gesichter über die ersten Platzierungen

Da in der Südpfalz die ersten Rennen in Essingen und Haßloch den Landratswahlen zum Opfer fielen, mussten die Radrenner ihren Saisonstart verschieben oder etwas weiter entfernt fahren. Das mit den ausgefallenen Rennen ist eine eigene, aber ärgerliche Geschichte. Die Wahltermine und Renntermine waren rechtzeitig bekannt und die Radrennen genehmigt. Daher ist es für die Veranstalter und Sportler nicht nachvollziehbar, wenn kurzfristig die Genehmigungen von den Gemeinden entzogen werden. Viel ehrenamtliche Arbeit und Geld steckte da schon in den Veranstaltungen. So waren die Startlisten und Programme bereits gedruckt und viele Helfer hatten ihre Vorarbeit geleistet. Zudem musste mehreren 100 Startern aus dem ganzen Bundesgebiet schriftlich abgesagt werden.

Nun aber zum Sportlichen. Christian Hellmann sowie Nils Bräutigam und dessen Tochter Messane sind schon recht aktiv. Dabei legt Messane die Messlatte für die „Älteren“ immer höher. Stand sie schon zum Jahreswechsel bei einem Crossrennen auf dem Podest, setzte sie jetzt eins drauf. Bei dem überraschend stark und besonders zahlreich besetzten U9-Rennen („Poussins“ = Küken) im elsässischen Mundolsheim, konnte sie auf Platz 7 fahren. Damit blieb sie die einzige Starterin des jüngeren Jahrgangs in den Top 10! Nils fuhr beim Eliterennen der 1. Kategorie – vergleichbar mit einem deutschen A/B/C-Rennen – souverän im Hauptfeld mit und startete auch mal eine Attacke , die es ihm ermöglichte, ein paar Runden allein vor dem Feld herzufahren. Die erste Wärme tat den Beinmuskeln gut und machte das Rennen schnell. Ein Schnitt von 45km/h wie am vergangenen Sonntag ist bei französischen Rennen der Kategorie 1 keine Seltenheit. An den Wochenenden zuvor war Nils bei weiteren elsässischen Rennen am Start. In Durrenbach belegte er einen Platz im Hauptfeld. Christian Hellmann gab seinen Saisoneinstand am letzten Samstag auf der anspruchsvollen Strecke in Trierweiler.

Am jetzigen Wochenende gehen die Hobbygruppe und einige Rennfahrer zusammen auf eine 2-Tage-Tour ins Elsass. Auf mächtig viel „Kilometerfressen“ und den geselligen Abend auf dem Col du Kreuzweg freuen sich schon alle. Nils nutzt dabei die Gelegenheit und fährt sonntags ein Radrennen vor Ort. Christian ist derweil beim anspruchsvollen Straßenrennen im saarländischen Überherrn am Start. Ende April tritt dann die komplette Rennmannschaft bestehend aus Messane + Nils Bräutigam, Sebastian Fischer, Desiree Saleschke, Christian Hellman und Frank Lammerts im nordpfälzischen Göllheim in die Pedale – hoffentlich ähnlich erfolgreich.

3. Platz für Patrick Kratz in Stelzenberg

Patrick knüpft in der B-Klasse nahtlos an die Erfolge in der C-Klasse an. Beim Saunawelpreis von Stelzenberg, der bei 35° Celsius seinem Namen alle Ehre machte, bissen sich Patrick und Frank durch die Hitzeschlacht des Hauptrennens der B/C-Klasse. Top in Form konnte Patrick ab der zweiten Rennhälfte kräftig Punkte in einer Fluchtgruppe sammeln. Bei der brütenden Hitze und der Renndistanz von 66 km mussten die Fahrer fünfundfünfzig Mal den steilen Anstieg in Stelzenberg bewältigen. Da die Distanz unter 70 Kilometern lag, verbot das Kampfgericht die Getränkeannahme. Bei diesen Temperaturen von über 40° Celsius auf dem Asphalt eine unverständliche Entscheidung, die für etwas Ärger, Diskussionen und Kopfschütteln nach dem Rennen sorgte.

Am folgenden Tag in Rülzheim waren Sebastian Fischer und Christian Hellmann bei der C-Klasse und Frank Lammerts bei den Senioren am Start.‎
Am Wochenende zuvor, freitags in Ladenburg, sind Clément Neubecker und Jens Hoffmann im Hobbyrennen gut mitgerollt. Clément kam gar unter die ersten 15. Frank war bei den Senioren auf Prämienjagd. Patrick fuhr gleichzeitig beim Bellheimer Abendkriterium, das auf Grund der hohen Geschwindigkeit zu einem Ausscheidungsfahren wurde.
Sonntags darauf zeigten Desiree beim Rennen der Frauen und Sebastian in der C-Klasse mit Platzierungen unter den ersten 30 Fahrern eine gute Leistung.

Nachmittags standen Frank und Patrick beim Bellheimer “Großen silber-Pils Preis”, dem Klassiker schlechthin, in der KT/A/B-Klasse am Start. Patrick präsentierte sich sehr stark und rollte nach 200 km im vorderen Feld über die Ziellinie.

Rege Rennteilnahmen in den letzten Wochen

Am vorletzten Wochenende waren gleich fünf Rheinzaberner Radsportler bei verschiedenen Rennen am Start. Samstags beim Kriterium “Rund um den Berliner Platz” in Speyer beendete Sebastian Fischer das Rennen im Hauptfeld der C-Klasse. Patrick Kratz kam auf den 15. Platz und Christian Hellman auf Platz 12. Frank Lammerts belegte bei den Senioren den 11. Platz.

Tags darauf präsentierte sich Patrick gut beim Kriterium der A/B/C-Klasse in Kandel. Frank war bei den Senioren am Start. Desiree Saleschke gab ihr Renndebüt in der Lizenzklasse der Frauen und feierte mit dem 9. Platz einen sehr schönen Einstand.

Bundenthal

Am letzten Wochenende war mal wieder ein schweres Straßenrennen angesagt. Beim “Großen Preis des Dahner Felsenlands” in Bundenthal musste mehrmals der Berg bei Nothweiler überwunden werden. Frank Lammerts zeigte sich schon früh morgens bei den Senioren hellwach und konnte sich bereits in der ersten von vier Runden mit fünf weiteren Mitstreitern am Berg absetzen. Über das ganze Rennen hielt man den Vorsprung zum Feld. Mit einer guten Platzierung vor Augen wurde aber die Gruppe doch noch knapp vor dem Ziel gestellt. Im folgenden Massensprint konnte sich Frank nur noch auf den 11. Platz retten. Das war schon extrem ärgerlich und frustrierend. Aber so ist halt der Radsport.

Besser erging es nachmittags Patrick Kratz in der C-Klasse. Nachdem sich zunächst 2 Mann und im folgenden Verlauf nochmals eine 10er Gruppe absetzen konnte, wartete Patrick erst mal ab und schaute, dass er am Berg dabei blieb. Die Taktik war erfolgreich, denn die größere Gruppe wurde wieder gestellt und Patrick gewann fast den Sprint des Hauptfeldes. Er sicherte sich somit einen sehr guten 4. Platz. Auch wenn knapp am Podest vorbei, so ist dies eine enorme Leistung bei diesem schweren Straßenrennen und unterstreicht seine Allroundfähigkeiten. Christian Hellmann beendete das Rennen in einer hinteren Gruppe.

Patrick Kratz in Roschbach erneut auf dem Podest

Patrick setzte seine Erfolgsserie derweil fort und fuhr beim Weinfestkriterium in Roschbach den 3. Platz ein. Dadurch stand er zum dritten Mal auf dem Podest. Mit dem 4. Platz vom Tag zuvor in Bundenthal ist das insgesamt seine vierte gute Platzierung. Somit fehlt ihm nur noch eine Top-Ten Platzierung zum Aufstieg. Ob er den Aufstieg noch diese Saison, in seinem allerersten Lizenzjahr, vollziehen soll, darüber ist er noch etwas unschlüssig. Auf alle Fälle wird er die Möglichkeit für einen Sieg wahrnehmen.