Saisonabschluss mit großem Jubel

Da waren sie, die Freudentränen. Irgendwann konnte sie unsere frischgebackene Deutsche Meisterin, Messane Bräutigam, nicht mehr zurückhalten. Viele Gratulanten standen vor ihr und so richtig konnte sie es selbst noch nicht fassen. Nach einer langen Saison auf der Straße und der Bahn, mit vielen Rückschlägen und nur wenigen Glücksmomenten, drehte sich am vergangenen Sonntag das Glücksrad doch wieder auf ihre Seite. Zum großen Abschluss ging es noch einmal weit bis nach Berlin auf das dortige Velodrom und bereits am Samstag war dicke Luft, denn man konnte die Anspannung allen Sportlern ansehen. Los ging es allerdings mit der U15 und dort lief auch für Hannah-Franziska Brand der letzter Wettbewerb für 2022. Ihr merkte man die Anstrengungen an und sie war nicht so recht zufrieden mit dem Ergebnis. Im abschließendem Madison-Rennen, dem 2er Mannschaftsfahren mit dem berühmten Schleudergriff, wurde sie fast von einer Konkurrentin zu Fall gebracht, aber nach einer Schrecksekunde ging es weiter. Der Sieg war leider damit hinfällig, aber mit ihrer Platzierung schob sie sich dennoch auf den 3. Rang in der Bahnsichtung, welche aus insgesamt 9 Wettbewerben bestand.


Anschließend rollten die etwas „älteren“ jungen Damen auf die Bahn, denn es stand das Madison der U17 weiblich an. Alle Augen waren auf Messane und ihre Partnerin Joelle vom RSC Linden gerichtet, denn sie gingen als große Favoritinnen ins Rennen, hatten sie doch alle bisherigen Madison-Rennen im letzten Jahr deutlich für sich entschieden. Nach lockerem Start dann gleich in der 5. Runde eine Schrecksekunde. Bei einer Ablösung kam Messane ins Straucheln und knallte auf die Bahn. Das Rad flog gleich hinterher. Während der Papa auf der Zuschauertribüne sich noch die Haare raufte, war Messane schon wieder hellwach. Einmal kurz den Helm gerichtet, wieder in den Sattel und weiter ging es. Zusammen holten sie sich die nötigen Punkte und gewannen am Ende souverän den Titel der Deutschen Meisterinnen. Nach dem Ausrollen musste unsere Sturzpilotin erst einmal gehalten werden, zum Glück war unser Vorstand Dominik Brand zur Stelle und fing Messane auf. Die ganze Ansapnnung fiel ab und zum Glück hatte der Sturz nichts Schlimmeres angerichtet. Zur Siegerehrung hatte Messane schon wieder ihr Lächeln wiedergefunden und nach einer ruhigen Nacht ging es am Sonntag Morgen in die Deutsche Meisterschaft im Omnium.

Messane in Berlin

Diese Wertung besteht aus vier Läufen mit unterschiedlichen Regeln. Messane vertraute auf ihre Beine und gewann die ersten drei in gewohnter Manier. Der abschließende Wettbewerb wurde erst nach einer längeren Pause gestartet und so wuchs die Anspannung immer mehr. Kein Wunder also, dass es hier und da etwas holperte, aber Messane konnte sich auf ihre Teamkameradinnen aus Rheinland-Pfalz verlassen, die ihr immer wieder ein bisschen helfen konnten. Am Ende siegte sie überlegen unter den Augen des Bundestrainers und sicherte sich den 2. DM-Titel am Wochenende und den 5. für 2022. Der RSV Rheinzabern freut sich mit seiner erfolgreichen Sportlerin, die obendrein noch mit gleich zwei Siegertrikots geehrt wurde. Sie holte sich nämlich auch die beiden Siege in den Jahres-Sichtungsserien des Bund Deutscher Radfahrer und musste somit wieder und wieder auf das Siegerpodest. Nach vielem Händeschütteln und vielen Glückwünschen konnte sie dann endlich am späten Nachmittag auf der Autobahn zurück in die Pfalz etwas schlafen.


Natürlich waren noch mehr Sportler des Vereins aktiv, und das sogar sehr erfolgreich. Die Berichte folgen in den nächsten Wochen.

Schlag auf Schlag fallen die Erfolge! Rheinzabern hat einen Vize-Europameister!

Kaum sind die Sektaschen der Feiern zu den Deutschen Meisterschaften geleert, gibt es schon wieder Grund zum Feiern. Dieses Mal ist unser Fabian an der Reihe. Aber er gibt sich nicht mehr mit den nationalen Erfolgen zufrieden, er greift noch etwas höher an und fährt bei der Europameisterschaft auf das Podium! Ein unglaublicher Erfolg, der vor allem für die vielen Rückschläge der vergangenen Monate entschädigt.

Mehr als drei Monate dauert seine Saison bis jetzt an und besonders bei den internationalen Rennen war Fabian nicht gerade vom Glück verfolgt. So bremste ihn ein Defekt beim Klassiker Paris-Roubaix und ein heftiger Sturz bei der Trofeo Saarland. Bei den Fahrern der Altersklasse U19 wird nicht zimperlich gefahren und so musste sich Fabian ein ums andere Mal durchkämpfen, aber sein Engagement und Einsatz wurde vom Bundestrainer sehr wohl wahrgenommen.

So war seine Nominierung für die EM nur folgerichtig und es ging dann gleich für eine ganze Woche nach Portugal. Während in Deutschland der Hochsommer eine kleine Pause einlegte und wir alle ein Wenig durchatmen konnten, herrschten in Portugal tropische Temperaturen. Die Rennen wurden bei 40 Grad und mehr durchgeführt und auf Grund der Umstände auch teilweise gekürzt.

Dennoch ging es hoch her und Fabian konnte im Straßenrennen lange gut mithalten. In der letzten der fünf Runden konnte er leider nicht mehr mit den besten mithalten und kam nach über 100 Kilometern mit dem Hauptfeld ins Ziel. Auch wenn es hier nicht ganz gereicht hat, war es trotzdem eine großartige Leistung, denn das Niveau der Konkurrenten war nichts anderes als die akutelle Weltspitze bei den Junioren.

Fabian bei der EM in Anadia (Portugal)Außerdem war da ja auch noch die zweite Trumpfkarte im Ärmel. Beim Mixed-Zeitfahrwettbewerb war das deutsche Quartett zumindestens als Geheimfavorit ins Rennen gegangen. Hier fahren zunächst zwei junge Damen als Paar und übergeben den „Staffelstab“ an zwei Herren. Sieger ist das Quartett mit der geringsten Zeit über die gesamte Distanz.

Am Ende der insgesamt 30 Kilometern stand der 2. Platz für die Sportler in Schwarz-Rot-Gold und somit haben wir im RSV nun einen Vize-Europameister! Die Freude war natürlich riesengroß und der RSV feiert damit seinen (vorläufigen) Höhepunkt. Zusammen mit den bereits errungenen Titeln bei den Deutschen Meisterschaften können wir auf ein hervorragendes erstes Halbjahr 2022 zurückblicken und freuen uns auf den Rest der Saison.

Wer selbst einmal Radsportluft schnuppern möchte, der kann bei den Ausfahrten der Hobbyfahrer mittwochs, 17.30 Uhr einsteigen. Alle Kinder bis 15 können gerne am 27.7. beim „Radschnuppertag“ im Rahmen des Ferienkalenders der Gemeinde teilnehmen. E-Mail an kontakt@rsv-rheinzabern.de reicht.

… und schon wieder gibt es etwas zu feiern!

Da ist die nächste! Schon wieder feiern die Radsportler einen Sieg bei einer Deutschen Meisterschaft. Unsere Hannah-Franziska Brand gewinnt in souveräner Manier den Titel in der U15 auf einem schweren Kurs, der wirklich alles von ihr abverlangte. Vom Start weg des 30 km langen Rennens wurde ein hohes Tempo angeschlagen und an dem 1,5 km langen Berg musste Hannah kräftig die Zähne zusammenbeißen.

Die Kräfte reichten bis ganz nach oben und in der letzten der drei Runden waren nur noch drei Konkurrentinnen an ihrer Seite. Zum Ziel hin war es ach und an dritter Position liegend ging die 14jährige Rennfahrerin um die letzte Kurve. Danach gab es nur noch Vollgas und am Ende ließ sie den anderen Sportlerinnen nicht den Hauch einer Chance.

Nach der Bronze- und der Silbermedaille bei der DM auf der Bahn folgte also nun die Krönung der noch jungen Karriere. Im Sommer 2018 begann Hannah im Radsportverein mit dem Training und unterstützt durch ihre Eltern ging es am Anfang über den ein oder anderen Stolperstein. Aber mit viel Motivation und Engagement ging es schon im Winter über die Straßen in der Gruppe mit Trainer Stefan Wünstel, der auch am Sonntag überglücklich an der Rennstrecke stand. Er wusste es schon vorher, dass der Sieg nur über seine Sportlerin gehen wird und so kam es dann auch.

Ein besonderer Dank gilt auch dem Trainer aus Mecklenburg-Vorpommern, der während des Rennens kurzerhand auch die Betreuung unserer Hannah übernahm. Bei der DM darf man nämlich wie bei den Pros mit einem Begleitfahrzeug hinter dem Feld
bzw. der jeweiligen Gruppe fahren und im Notfall oder bei einem Defekt helfen. Der Landesverband Rheinland-Pfalz sah sich dazu anscheinend nicht in der Lage, so dass Papa Dominik auf den Bekannten aus dem Norden zuging und der sofort einwilligte.

Aber auch in den anderen Klassen waren wir gut vertreten. Felix Becker fuhr zum ersten Mal in einem so großen Feld und hielt sich über die 40 Kilometer gut im Feld und kam auf den Platz 40. Ein bisschen hadern wird unsere Deutsche Meisterin von der Bahn. Messane Bräutigam erwischte keinen guten Tag und musste ihrem wohl zu hohen Anfangstempo irgendwann Tribut zollen. Sie verlor den Faden und stieg nach der Hälfte ihres Rennens entkräftet vom Rad. Im letzten Rennen der DM stand Fabian Wünstel an der Startlinie und es ging sofort mit Vollgas los. Viele kleine Vorstöße verpufften rasch bis nach 4 von 9 Runden der spätere Sieger die erfolgreiche Attacke setzte. Er nahm noch einen Fahrer mit und dahinter formierte sich eine weitere Gruppe. Fabian konnte sich nicht mit vom Feld lösen und sprintete nach fast 100 Kilometern auf den 14. Platz. Anschließend ging es für ihn direkt zur Europameisterschaft nach Portugal. Für die dortigen Wettbewerbe drücken wir ihm alle die Daumen!

5 Medaillen für den RSV bei den Deutschen Meisterschaften !

Großes Staunen bei der Deutschen Meisterschaft der Radsportler auf der Bahn. Der “kleine” RSV Rheinzabern steht regelmäßig auf dem Podium, wo doch die Plätze dort für die “Großen” reserviert sind. Unsere beiden jungen Damen, Messane Bräutigam und Hannah-Franziska Brand, waren bei den 6 Tage andauernden Meisterschaften überaus erfolgreich und holten sich insgesamt 5 (!) Medaillen ab.

Was für eine riesige Veranstaltung in Büttgen in der Nähe von Düsseldorf das war, konnte man am besten am großen und voll besetzten Parkplatz sehen. Aus ganz Deutschland waren die Landesverbände angereist und mit dabei die Rennfahrer ab der U15 und älter. Das bedeutete, dass unsere Nachwuchsrennfahrer ganz selbstverständlich den großen Namen der Szene über den Weg liefen. Dabei gibt es keine Berührungsängste und Messane konnte mit der amtierenden Olympiasiegerin Lisa Brennauer ein wunderschönes Erinnerungsfoto schießen. Mit auf dem Foto die Goldmedaillen, die die beiden jungen Frauen gerade gewonnen hatten. Beide waren nämlich als Sieger bei der Einer-Verfolgung geehrt worden. Hier müssen 3000m bzw. für den Nachwuchs 2000m alleine gegen die Uhr zurückgelegt werden. Das entspricht auf der Bahn in Büttgen 8 Runden allein mit sich und den beiden Pedalen. Messane ging am Dienstag ohne Druck und mit dem Status einer “Geheimfavoritin” ins Rennen und legte gleich die Bestzeit vor. Dabei unterbot sie sogar ihre eigene persönliche Bestleistung um mehr als eine Sekunde. Nach einer Pause von rund 3 Stunden folgte dann das Finale, wo die beiden Schnellsten aus der Qualifikation gegeneinander antraten. Hier war Messane natürlich dann die Favoritin und sie hielt auch diesem Druck stand. Noch einmal konnte sie sich verbessern und fuhr mit 2:30,1 Minuten eine super schnelle Zeit. Sie verfehlte den Deutschen Rekord nur um eine halbe Sekunde, aber die Freude über den Titel war einfach riesig. Das Foto mit Lisa war dann das Sahnehäubchen des Tages.

Messane bei der 2000m-Verfolgung

Am Tag darauf folgte die Mannschaftsverfolgung, bei der vier Fahrerinnen eines Landesverbands auf die 3000m-Strecke gehen. Hier zeigten sich die Mädels aus Rheinland-Pfalz putzmunter und legten in der Qualifikation die schnellste Zeit hin. Das Finale gegen Bayern war dann richtig aufregend, denn durch einen kleinen Fehler kurz nach der Hälfte des Rennens büßten die Pfälzerinnen fast ihren bis dato gewonnenen Vorsprung ein, so dass es noch einmal richtig knapp wurde. Aber auch hier war das bessere Ende auf der Seite von Messane und ihren Teamkameradinnen. An Ausruhen war jedoch noch nicht zu denken, denn unsere Rennfahrerin musste noch als Ersatz beim Team-Sprint einspringen. Hier fahren drei Sportlerinnen gleichzeitig los und nach jeder Runde kann eine der drei aufhören. Nach drei Runden wird die Zeit genommen und hier stand das kleine Finale um Platz 3 an. Messane kam schwer aus der Startmaschine, legte aber danach los wie die Feuerwehr. Ihre beiden Mitstreiterinnen vollendeten den guten Lauf und so kam das Team auf den Bronzerang. Damit konnte Messane an diesem Abend die Nationalhymne gleich doppelt genießen.

Am Wochenende stand dann unsere Hannah an der Startlinie. Die heißen Temperaturen machten die Halle mittlerweile zu einer Sauna und zum Glück war am Samstag erstmal nur der erste von vier Wettbewerben in ihrem Omnium angesetzt. Hier beim 100m-Sprint mit fliegendem Start, wie auch in den restlichen Disziplinen 2000m, 500m und Ausscheidungsfahren konnte sie sich immer unter den besten vier Fahrerinnen platzieren und bekam bei der Siegerehrung dann die Silbermedaille umgehängt. Ein bisschen enttäuscht war Hannah natürlich nach den Rennen, aber die ungeliebten Rennen auf der Bahn scheinen ihr doch mehr und mehr Spaß zu machen.

Siegerehrung im Omnium

Zum Abschluss folgte noch das Madison-Rennen, bei dem jeweils zwei Fahrerinnen ein Team bilden und jeweils eine “aktiv” ist, während die andere langsam fährt. Abgewechselt wird sich durch einen sogenannten “Schleudergriff”, den man erst einmal richtig beherrschen muss, um der Partnerin so viel wie möglich Schwung mit ins Rennen zu geben. Dabei muss man beachten, dass die Bahnräder weder Bremsen noch Schaltung besitzen. Auch einen Freilauf gibt es nicht, das heißt, die Sportlerinnen können auch nicht einfach mal die Beine hängen lassen. Hannah war auch hier voll dabei und bis vier Runden vor Schluss sah alles gut aus. Durch einen Fahrfehler einer Konkurrentin kam es zu einer Kollission und Hannah versuchte sich im Salto-Schlagen über den Lenker. Das klappte so gut, dass das Rennen zwar für sie beendet, aber keine schlimmen Blessuren zu sehen waren. Die vorsorglich im Krankenhaus vorgenommene Untersuchung gab Entwarnung und dann konnte sie sich auch schon auf den Heimweg machen. In der Zwischenhzeit hatte ihre Partnerin noch die Bronzemedaille gesichert und zur Siegerehrung durfte der kleine Bruder sich zu den anderen fünf Mädchen stellen. Diesen Moment inkl. Nationalhymne wird der junge Mann sicherlich nicht so schnell vergessen und das Bild wird mit Sicherheit einen besonderen Platz in der Chronik des Vereins einnehmen.

Ein paar hundert Kilometer weiter südlich wurde natürlich auch fleißig Rad gefahren. Linus Sturm ist weiter nicht zu bremsen, auch nicht von der Hitze im Ortenau. Genauer in Hofweier holte er einen weiteren Sieg. Dort waren auch Etienne Hüttl und Felix Becker am Start. Sie kämpften sich Runde für Runde den Berg hinauf und kamen auf die Plätze 8 und 12. Jetzt heißt es durchschnaufen und fleißig trainieren, bevor Anfang Juli die Deutsche Meisterschaft auf der Straße nach Thüringen ruft.

7. Rheinzaberner Cyclocross

Rund 36 Stunden Spannung und schwitzende Sportler liegen hinter dem Radsportverein. Der mittlerweile 7. Rheinzaberner Cyclocross, der „Große Preis der Gemeinde“ warf große Schatten auf die Querfeldeinszene und alle Beteiligten kamen voll auf ihre Kosten. Eine große Werbung für den Sport, auch in Zeiten der Corona-Pandemie. Unter freiem Himmelund mit ausreichendem Abstand absolvierten die zahlreichen Helfer,Sportler und Besucher die beiden Tage, wobei sich alle an die vomVerein verordnete Maskenpflicht hielten, denn auch das gehört in diesen Zeiten dazu.

Los ging es am Samstagmorgen mit dem Aufbau der Strecke und den Sicherheitsvorkehrungen rund um den Wiesenweg. Gegen Mittag trafen die ersten Sportler ein und die Zeit verflog bis zum ersten Start. Der war den allerjüngsten vorbehalten und so flitzten die Minis auf ihren kleinen Rädern über eine stark verkürzte Strecke. Am Ende freuten sich alle jungen Rennfahrerinnen über ein kleines Geschenk und kommen hoffentlich in den nächsten Jahren wieder. Anschließend waren die Hobby-Fahrer am Start, also jene ohne Radsportlizenz. Hier stand bei den meisten der Spaß im Fokus, denn man kann nur selten auf abgesperrter Strecke so richtig ans Limit gehen. Besonders die Treppe am Hochufer machte allen zu schaffen und auch die folgende Abfahrt war nicht zu unterschätzen. So mancher Neuling musste einsehen, dass Cyclocross eine herausfordernde Sportart ist, die in der Rennzeit von 40 Minuten für die Hobbyfahrer dennoch alles abverlangt. Nichtsdestotrotz sah man im Ziel nur strahlende Gesichter, auch wenn der ein oder andere zwischendurch mal im Matsch gelandet war.

Diese Rennen liefen unter dem Motto “Comeback der Gesellschaft”, einem Projekt des Sportbund Pfalz.

Nach kurzer Nacht ging es für den RSV am Sonntagmorgen weiter. Das Wetter war ebenfalls gut organisiert, es war zwar kalt, aber trocken, sodass glücklicherweise nur wenig Nacharbeiten an der Strecke notwendig waren. Exakt 10 Uhr startete der Renntag mit den Männern mit über 50 Jahren. Danach waren die Nachwuchsklassen an der Reihe und hier hatte auch der Ausrichter heiße Eisen im Feuer. Bei der U17 gewann Felix Kloss, ein junger Mann, der im Oktober seinen Wohnsitz in die Pfalz verlegt und sich dem RSV angeschlossen hat. Gleich bei seinem ersten Auftritt für seinen neuen Verein holte er sich den Sieg – so kann es weitergehen. Anschließend kamen dann die ganz jungen Rennfahrer, die Kinder zwischen 9 und 12 Jahren, an die Reihe. Sie mussten zunächst eine kleine Runde als Läufer bewältigen. Anschließend dann das eigentlich Crossrennen und hier düsten unsere beiden Wilden, Linus Sturm und Nepomuk Bräutigam, gemeinsam über die Piste. Am Ende hatte Nepomuk die Nase vorn und holte sich den 3. Gesamtplatz, Linus wurde 4. Über die Mittagszeit konnte sich erst einmal gestärkt werden. Eine warme Gulaschsuppe half hervorragend gegen Hunger und die doch kühlen Temperaturen. Und dann war auch schon Zeit für die Elite-Klassen. Zunächst die Frauen, bei denen auch unsere Deutsche Meisterin Messane Bräutigam, an den Start ging. Ihre Altersklasse der U17 wird zusammen mit den erwachsenen Frauen gestartet und so konnte sich Messane mit der 3. Frau der Deutschen Meisterschaften duellieren. Die beiden jungen Sportlerinnen drehten mit großem Vorsprung gemeinsam ihre Runden, wobei Lisa Heckmann die größeren Reserven hatte. Sie gewann bei den Frauen vor Messane, die vom heimischen Publikum begeistert empfangen wurde.

Den Abschluss bildete das Rennen der Herren und auch hier gab es einen Zweikampf um den Sieg. Für die Zuschauer war es leicht zu erkennen, denn ganz vorne leuchtete ein orangenes und ein gelbes Trikot durch die Herbstlandschaft. Am Ende setzte sich Lars Hemmerling im orangenen Trikot durch und nahm den Siegerpokal mit nach Hause ins Saarland.

Direkt nach seiner Siegerehrung waren die vielen fleißigen Hände schon am Werk. Die Strecke wurde in kürzester Zeit komplett abgebaut und auch alles neben der Strecke war bis zum Einbruch der Dunkelheit aufgeräumt. Der Radsportverein konnte auch an diesem (langen) Wochenende auf einen gewachsenen Stamm von Freiwilligen zurückgreifen und kann so ein überwältigend positives Fazit ziehen. Ein superschönes Wochenende mit großem Sport liegt hinter uns und es bleiben viele schöne Momente und strahlende Gesichter im Gedächtnis. Die Radsportler möchten sich ganz herzlich bei den vielen Unterstützern in der Gemeinde, bei der Orts- und Verbandsgemeinde, den Sponsoren sowie den vielen Freiwilligen bedanken.

Ausschreibung veröffentlicht!

Jetzt gibt es keine Ausreden mehr!

Die Ausschreibung ist draußen und die Einschreibungen können somit losgehen.

Nach dem langen Winter erwarten wir richtiges Radsportwetter und eine tolle Kulisse. Die Runde ist länger, die Distanzen länger und es wird richtig heiß her gehen.

Link zur rad-net-Seite: Link

Link zur Info-Seite: Link

Ausschreibung veröffentlicht!

Jetzt gibt es keine Ausreden mehr!

Die Ausschreibung ist draußen und die Einschreibungen können somit losgehen.

Nach dem langen Sommer erwarten wir richtiges Crosswetter. Die Strecke wird so sein wie in den Jahren zuvor und alle warten auf die Rennfahrer.

Die Marke von 200 Startern soll 2018 das zweite Mal geknackt. Der Vorstand hat für diesen Fall eine Extraportion Glühwein geordert.

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Großer Preis der Gemeinde

Nur noch zwei Tage, dann geht es wieder rund um den Marktplatz. Am Sonntag, dem 27.5., werden über 200 Radsportler aus nah und fern um die Plätze auf dem Podest wetteifern. Darunter auch viele Nachwuchsfahrer, Kinder von 7 Jahren bis hin zu den Junioren, die schon bei den Erwachsenen mitstarten. Der Veranstalter bietet rund um den Sport ein leckeres Kuchenbuffet und natürlich auch warems Essen mit köstlichen Beilagen. Bei einem Pfälzer Wein oder einem kühlen Bier kann jeder Besucher die Rennfahrer bestaunen. Damit die Zuschauer noch näher an den Entscheidungen dran sein können, wurde der Start/Ziel-Bereich von der Bahnhofstraße nach Neun-Morgen verlegt. So können alle eine längere Zielgerade einsehen und mit den Sportlern mitfiebern.

Für die beste Mittagszeit haben sich die Organisatoren eine ganz besondere Neuerung einfallen lassen. Zum ersten Mal wird es ein Laufradrennen für die Allerjüngsten geben. Jedes Kind, geboren 2014 oder jünger, kann sich auf seinem Laufrad an die Startlinie stellen und los geht’s. Treffpunkt für alle Teilnehmer: 11.00 Uhr an der Nummernausgabe. Man wird also viele Anfeuerungsrufe rund um den Marktplatz hören, wenn sich Eltern, Großeltern, Freunde und Verwandte zum Spalier für die Kinder aufstellen.

Kurze Zeit später dürfen dann die etwas älteren Kinder der Gemeinde und der Region auf die Rennstrecke. Jedes Kind, geboren 2006 und jünger, mit einem sicheren Fahrrad und einem Helm auf dem Kopf, bekommt vom RSV eine Startnummer und bestreitet ein Rennen über 1 bzw. 2 Runde gegeneinander. Gewertet wird in gleich 3 Altersklassen, Jahrgänge 06/07, Jahrgänge 08/09 und dann 2010 und jünger. Dazu wird noch nach Rennrad und normalem Rad unterschieden. Also wird es gleich 6 Sieger geben! Der ein oder anderen jungen Rennfahrer hat dann richtig Fahrt aufgenommen und kommt zum wöchentlichen Training. Der Sportliche Leiter Karl Wünstel steht für jegliche Fragen rund um das Training bereit.

Der Start zum Hobbyrennen ist gratis und nicht nur das – der RSV Rheinzabern spendet für jede gefahrene Runde einen Betrag für den Verein Blut e.V., der regelmäßig Typisierungsaktionen durchführt, um geeignete Spender für schwerkranke MEnschen zu finden.

Vor den Rennen für die Jüngsten geht es in den diversen Rennklassen der lizenzierten Fahrer um die Siegerschleifen und Blumen. Vom RSV Rheinzabern werden gleich 12 Fahrer die Nummer am Trikot befestigen und von der U11 bis zur U17 wird in jedem Rennen ein rot-weißes Trikot zu sehen sein. Dabei sind in der U11 mit Josef Winter und in der U13 mit Messane Bräutigam gleich zwei Favoriten auf den Sieg. Aber auch alle andere Sportler des Vereins gehen mit guten Voraussetzungen und hochmotiviert an den Start.

Hier der Link zur Seite des Rennens mit allen Informationen zu den Sponsoren und dem Zeitplan.

Der RSV Rheinzabern lädt alle Einwohner der Gemeinde und natürlich auch der Region ganz herzlich ein, um mit den Aktiven einen schönen Tag zu verbringen. Natürlich gibt es auch viele leckere Speisen, köstlichen Wein und kühles Bier. An der Kuchentheke wartet wieder eine reichhaltige Auswahl an Kuchen aller Art, die man sich bei einer Tasse Kaffee schmecken lassen kann.

… und ganz aktuell ein Bild vom Pfingstmontag. Beim Rennen in Oberbexbach waren wieder viele Rheinzaberner Aktive am Start. Neben den 2 Siegen durch Josef Winter und Messane Bräutigam holte sich Julien Meyers mit dem 2. Rang eine weitere Podestplatzierung. Er fuhr ein couragiertes Rennen in der zweiköpfigen Spitzengruppe und überrundete fast das gesamte Feld.

Ehrung Julien in Oberbexbach

Damit übernahm er die Führung im Saar-Pfalz-Cup und darf beim nächsten Rennen im gelben Trikot starten.

Die Radsportsaison nimmt Fahrt auf

Die Sonne strahlt, die Felder sind gelb und grün und die Radsportler ziehen ihre Bahnen über die Straßen der Region. Nach der intensiven Vorbereitung gab es im April die ersten Wettbewerbe und auch die ersten Platzierungen. Ganz oben standen dabei Josef Winter in der U11 und Messane Bräutigam in der U13 jeweils in Queidersbach und Bruchsal. Diese beiden Rennen waren die Auftaktveranstaltungen zu Rennserien in den Landesverbänden Rheinland-Pfalz und Baden, sodass unserer beiden Rennfahrer dort jeweils die Führung übernahmen und die Gelben Trikots – ähnlich zur Tour de France – überreicht bekamen. Diese können sie behalten und sie werden sicherlich ihren Platz an einer Wand zu Hause erhalten. Die anderen Nachwuchshoffnungen brauchten das ein oder andere Rennen, um richtig in Fahrt zu kommen, aber man merkt bereits den Aufwärtstrend. So schnupperte Lenny Schwind beim südpfälzer Rennauftakt in Offenbach schon Podestluft und wurde nur knapp 4. Auch hier gewann Josef und machte schon seinen 4. Saisonsieg perfekt. Anna Borger kam bei der U13 ebenfalls auf den 4. Platz. Bei den ganz jungen Kindern, die noch ohne Lizenz auf dem Rennrad sitzen, bestand das halbe Feld aus Rheinzaberner Trikots. Am Ende kamen Ernesto, Nepomuk und Jakob auf die Podestplätze und Emily als bestes Mädchen auf Rang 5. Aber auch im Feld der Erwachsenen waren wieder die rot-weißen Farben zu sehen. In der C-Klasse gab Carsten Böhm seinen Einstand. Er versucht sich als klassischer Quereinsteiger und lernte inmitten des Felds den harten Rennalltag kennen.

Neben den regionalen Rennen nehmen unsere Aktiven aber auch an national bedeutenden Veranstaltungen teil. Bereits zum 16. Mal fand die Ostthüringentour im Raum Gera statt, eine dreitägige Rundfahrt mit vier Wettbewerben, bei der sich im Bereich U11/U15 und U15w die besten Rennfahrer aus ganz Deutschland an die Startlinien stellen. Der RSV schickte seine drei Mädels nach Thüringen und nachdem Messane bereits 2016 die Rundfahrt gewinnen konnte und letztes Jahr nur knapp am Podium vorbeischrammte, wurde sie bereits in der lokalen Presse als Favoritin beschrieben. Gar nicht so einfach für die junge Frau, mit diesem Druck umzugehen, aber als Mannschaft zusammen mit Anna Borger und Valerie König lässt sich vieles leichter angehen.

Los ging es am Freitag Abend auf einem Kriteriumskurs mit vier engen Kurven. Anna und Messane mussten lange auf ihren Start warten und gaben gleich Vollgas, um sich aus allen Schwierigkeiten herauszuhalten. Messane glückte eine Solofahrt zum Sieg und Anna kam auf Rang 8. Valerie hielt sich im Rennen der U15w wacker im Feld und kam auf den 16. Platz. Tags darauf wurden die Kinder auf einen Geschicklichkeitsparcours geschickt und hier zeigt Anna ihr Können und setzte die fünftbeste Zeit. Messane erwischte einen schwarzen Vormittag und wurde nur 11. – das Führungstrikot war damit weg und der Rückstand schon beträchtlich. Valerie kam um die Geschicklichkeitsprüfung herum und musste dafür ein Zeitfahren absolvieren. Hier wurde sie 52.

Am Nachmittag dann endlich richtiges Straßenrennen und unsere beiden U13er wollten gemeinsam das gelbe Trikot zurückerobern. Bei jeder Zieldurchfahrt gab es Bonifikationen für die Gesamtwertung und Messane holte sich durch einen unwiderstehlichen Antritt gleich die ersten Punkte – und ließ sich nicht aufhalten, sondern zog alleine weiter. Die letzten drei Runden fuhr sie vorne, alleine im Wind mit wachsendem Abstand und konnte sich danach lange feiern lassen. Anna verpasste etwas den finalen Sprint und wurde 9. Anschließend kämpfte Valerie über eine Runde mehr, hielt sich gut im Feld und wurde 40. Großer Jubel dann kurze Zeit später, denn Messane wurde das gelbe Führungstrikot überreicht und somit war der Tag mit einem verkorksten Auftakt wieder gerettet.

Am letzten Tag wieder strahlender Sonnenschein und dieses gewisse Kribbeln im Bauch. Unsere Damen sollten erst die beiden letzten Rennen des Tages bestreiten und so hieß es erstmal, sich beruhigen und anderen zuschauen. Dann galt es zum Start, aber leider ließen die Kampfrichter die Sportlerinnen mehr als 30 Minuten am Vorstart warten. Eine Erwärmung war damit praktisch sinnlos geworden. Messane merkte man den Unmut an und sie fackelte auch nicht lange – direkt nach dem Start gab es nur Vollgas und nach einer Runde von 5km war sie bereits eine halbe Minute voraus. Nach vier Runden und fast 20km kam sie unter großem Applaus der Zuschauer ins Ziel und musste direkt zum Interview. Die tolle Leistung von Anna, die auf der Schlussetappe nochmal den 8. Platz belegte, führte dazu, das der RSV Rheinzabern einer der wenigen Vereine war, die gleich zwei Sportlerinnen unter den ersten 10 im Ergebnis hatte. Und auch Valerie holte im Rennen danach wieder alles aus ihr heraus und belegte den 44. Platz.

Am Ende stand ein tolles Wochenende mit vielen netten Begegnungen auch außerhalb der Rennstrecke, vielen Sportlern und vor allem vieler junger Sportlerinnen, die die Rivalität auf der Rennstrecke lassen und vor und nach dem Rennen gemeinsam die Gegend erkunden. Messane strahlte heller als das Gelbe Trikot, überreicht von Olympiasieger Olaf Ludwig, Anna und Valerie waren mit ihren Leistungen mehr als zufrieden. Am Ende stehen der Rundfahrtsieg sowie der 6. Platz für Anna in der U13 sowie der 46. Platz für Valerie in der U15. Vielen Dank an Familie Borger für die Betreuung und die Ostthüringentour 2019 kann kommen.

Die “Roten” ganz oben

Da staunte der ein oder andere gewaltig, als unsere Nachwuchsgruppe mit 11 Sportlern alle im roten Poloshirt zum Athletiktest des Landesverbands eintraf. Von den insgesamt 74 Teilnehmern stellte der RSV also mehr als jeden Siebten und unsere jungen Sportler fielen später auch durch sehr gute Leistungen auf. Der Wettbewerb bestand aus fünf Übungen (Trittfrequenztest, Kastendeckelliegestütz, 60m-Sprint, Gewandtheitslauf, Schlussdreisprung) sowie dem abschließenden 1500m-Lauf bzw. 3000m für die Jungs der U15. So zogen die Rennfahrer von Station zu Station, spornten sich gegenseitig an und zeigten, was sie sich den Winter über im Training angeeignet hatten.

Am Ende jubelten alle über die Siege von Messane Bräutigam und Josef Winter in den Altersklassen U13w und U11m sowie den 3. Platz von Felix Weschler (U13m). Ganz besonders freuten sich alle mit unserem Neuling Ernesto Werling, der gleich bei seinem ersten Auftritt als Radsportler den 4. Platz in der U11 holte. Die weiteren Platzierungen: Lenny Schwind 8., Nepomuk Bräutigam 10., Jakob Fichtenkamm 17., Marc Borger 18. (alle U11). Anna Borger 5. (U13w), Valerie König 6. (U15) und Kevin Schwind 6. (U15m).

Mannschaft beim Athletiktest in Ludwigshafen
Nachwuchsmannschaft beim Athletiktest in Ludwigshafen

Ein hervorragendes Mannschaftsergebnis, das Vorfreude auf die bald beginnende Straßensaison macht. Vorher wird donnerstags und sonntags fleißig trainiert und Mitte März treffen sich alle Fahrer zum Trainingswochenende in Rheinzabern.