Landesmeisterschaften und internationale Rennen

Auch im schönsten Frühling gibt es Regen und nasse Straßen – das mussten die Radsportler bei den Meisterschaften des Landesverbands Rheinland-Pfalz erkennen und so sahen sie alle nach dem Rennen auch aus. Gemeinsam mit Baden-Württemberg wurden die Meisterschaften in der Nähe von Ulm durchgeführt und so waren alle froh, vor der Heimfahrt noch unter die Dusche zu gehen. Bei Temperaturen von unter 10 Grad und Dauernieseln entwickelten sich dennoch schnelle Rennen und unsere Trikots waren immer vorn vertreten. Bei den Junioren belegten Julius Thomas und Ben Bachmann die Plätze 2 und 3. Lasse Delius musste sein Rennen in der U17 auf Grund eines Defekts aufgeben, aber Viola Scharpey bei den jungen Damen holte mit dem 2. Platz wieder ein sehr gutes Ergebnis. Noch eine Stufe weiter hoch auf dem Podium konnten Ben Göbel und Linus Sturm steigen, denn beide wurden in ihren Altersklassen Landesmeister. Dem wollte auch Hannah Brand nicht nachstehen und gewann die Wertung bei den Juniorinnen.
Viel Zeit zum Ausruhen blieb gar nicht, denn einer der Höhepunkte im Kalender U15 und U17 stand an. Für unsere RennfahrerInnen ging es ins schöne Thüringen, genauer nach Gotha. Dort startete die 3-tägige TMP-Tour direkt vor dem Schloss und drei unserer SportlerInnen wurden in die Auswahl des Landesverbands RLP berufen. Viola und Lasse kämpften mit den ungewohnt großen Starterfeldern und hatten mal ein bisschen mehr, mal ein bisschen weniger Glück und belegten jeweils Plätze im Mittelfeld. Linus hielt gegen starke Konkurrenz kräftig dagegen und holte sich auf der zweiten Etappe den zweiten Platz. Bei den anderen Etappen war er jeweils nicht weit entfernt vom Podium und auch in der Gesamtwertung war sein Abstand nach vorn gering. Dennoch nehmen alle Sportler eine große Erfahrung mit nach Hause, denn Veranstaltungen über mehrere Tage hinweg mit richtigen Straßenrennen sind weiterhin rar in Deutschland.
Unsere „älteren“ Damen waren im Ausland unterwegs. Hannah besuchte unsere Freunde in Soultz im nahen Elsass und kämpfte sich Runde für Runde den Berg zum Ziel hinauf. Belohnt wurde sie mit einem Platz auf dem Podest und dann ging es gleich mit dem Rad wieder nach Hause. Messane Bräutigam fuhr im Trikot ihres Profiteams ein schnelles Rennen in Belgien. Als Anfahrerin eingeteilt ging sie in der Spitze um die letzte Kurve und hielt das Tempo so lang hoch, wie es die Beine hergaben. Belohnt wurde die Mannschaft mit dem 5. Platz durch die Kapitänin und so gab es auch dort etwas zu feiern.
Neben allen sportlichen Aktivitäten steht auch die jährliche Mitgliederversammlung im Terminkalender. Alle Mitglieder sind herzlich in das Römerbad eingeladen, Termin: 23.05.2025, 17:00 Uhr. Anschließend treffen wir uns an der Vereinshalle zum Helferfest anlässlich des Straßenrennens im April.

Rot-Weiße Trikots in ganz Deutschland unterwegs

Weite Reisen standen an den vergangenen Wochenenden für die beiden U17-Fahrer des RSV Rheinzabern an. Bis hinter Rostock ging die Reise gemeinsam mit dem Landesverband Rheinland-Pfalz zum ersten Sichtungsrennen der Saison. Vermutet man in der mecklenburgischen Ebene keine Höhenmeter, dann wurde man in Marlow doch etwas überrascht. Die Organisatoren hatten eine herausfordernde Runde ausgesucht mit einem Anstieg über Kopfsteinpflaster hinauf zum Ziel. Für Viola Scharpey lief das Rennen sehr gut und der Neuling im Trikot des RSV hielt super den Anschluss an die Spitze und kam auf den 7. Rang ins Ziel. Lasse Delius kämpfte bei den Jungen zusammen mit über 100 Konkurrenten gegen den heftigen Wind und musste am Ende noch Lehrgeld bezahlen. Eine Woche zuvor konnte er seine gute Form zeigen, denn beim Klassiker in Schönaich mit dem harten Anstieg zum Ziel fuhr er als 3. auf das Podium.

Die anderen SportlerInnen konnten sich die weite Anreise sparen und waren beim Kriterium im badischen Kirrlach am Start. Linus Sturm flitzte um die Kurven und ließ seinem 2. Platz in Schönaich am Ostermontag einen 3. Platz folgen. Im Rennen der Frauen standen zum ersten Mal unsere beiden Fahrerinnen Hannah Brand und Messane Bräutigam gemeinsam am Start. Letztere nutzte eine Rennpause auf internationalem Parkett für eine Teilnahme vor Ort. In einem schnellen Rennen zeigte sie dann eindrucksvoll, wie man Sprints anfährt und vollendet. Sie gewann alle Wertungen und damit auch das Rennen. Dahinter entspann sich ein Kampf um die weiteren Podiumsplätze. Während Hannah, eine der wenigen Juniorinnen im Feld der Frauen, zu Beginn noch etwas zu weit hinten war, kam sie immer besser ins Rennen und mit dem 2. Platz bei der Schlusswertung schob sie sich noch auf den 3. Gesamtrang und so standen unsere beiden Rennfahrerinnen nicht nur zum ersten Mal gemeinsam an der Startlinie, sondern auch zum ersten Mal gemeinsam auf dem Podium.

Im Anschluss an die Siegerehrung setzten sie sich wieder in den Sattel und fuhren gemeinsam nach Hause. So kann es für die Rot-Weißen weitergehen und so ging es auch weiter. Bereits drei Tage später waren wieder beide Damen zusammen in einem Feld unterwegs. Beim traditionellen „Spurt in den Mai“ auf der Radrennbahn in Büttgen ging es in 6-Tage-Manier rund. Das Publikum sorgte für Stimmung und die Fahrerinnen für interessante Rennen. Messane konnte zusammen mit ihrer Partnerin den Abend gewinnen. Hannahs Partnerin sagte leider kurzfristig ab, aber mit dem eingesprungenen Partner, einem Fahrer der Altersklasse U15, erkämpfte sie sich den 2. Rang und so hatten wieder beide Grund für ein Siegerlächeln. Die anderen Fahrer des Vereins waren am Maifeiertag beim großen Event in Frankfurt. Im Schatten des Profirennens konnten auch die Nachwuchsfahrer zeigen, was sie können. Vor den vielen Zuschauern auf der großen Bühne der Siegerehrung durfte Linus Sturm seinen Sieg feiern, genauso wie Viola Scharpey, die den 2. Platz belegte. Knapp vorbei am Podest fuhr Ben Göbel. Genauso wie Etienne Hüttl, der sich als Junior beim Radklassiker in Offenbach mit den
Männern messen musste.

Jetzt im Mai nimmt die Radsportsaison so richtig Fahrt auf. Alle unsere Sportler werden in den nächsten Wochen auf den Rennstrecken unterwegs sein. Während Messane in Belgien ihr nächstes Profirennen bestreitet, sind die Nachwuchsfahrer bei der hochkarätigen TMP-Tour in Thüringen im Einsatz. Auch die Bundesliga der Juniorinnen und der Junioren geht in den kommenden Wochen weiter. So bleibt es spannend, inwiefern sich die Rennfahrer in den rotweißen Trikots in Szene setzen können.

Im Mai starten die Radsportler erst richtig durch

Zweigeteilt gingen die Rennfahrer das zweite Maiwochenende an. Die “Daheimgebliebenen” trafen sich am Samstag zur Landesmeisterschaft im Zeitfahren und alle drei, Messane Bräutigam, Felix Kloss und Felix Becker, standen ganz oben auf dem Podest. Sonntag ging es im badischen Keltern weiter und auch hier waren die rot-weißen Trikots ganz vorne. Während Felix Kloss auf den 3. Rang kam fuhr Messane als Juniorin im Rennen der Frauen in der vierköpfigen Spitzengruppe. Dort war auch noch eine weitere Juniorin vertreten und die beiden machten dann auch den Gesamtsieg unter sich aus. Für Messane sprang dabei der 2. Platz heraus.

Die anderen Sportler gingen auf weite Reise, denn im thüringischen Gotha fand die TMP-Tour statt. Diese Rundfahrt ist fester Bestandteil vieler Nationalmannschaften und auch von Vereinsmannschaften aus Belgien, Frankreich, Polen usw. Somit sind die Teilnehmerzahlen auch in allen drei Rennklassen jenseits dessen, was man bei den “normalen” Rennen so gewohnt ist. Die Rundfahrt besteht aus insgesamt vier Teiletappen. Bereits Freitag Abend ging es auf einem Kriteriumskurs rund und die ersten Top10-Platzierungen konnten eingeholt werden.

Samstag Morgen mussten alle früh aufstehen und sich auf das Einzelzeitfahren vorbereiten. Bei dieser Rundfahrt wird das Gesamtergebnis wie bei der Tour de France errechnet, also durch Addition der gefahrenen Zeiten. Daher ist der Kampf gegen die Uhr enorm wichtig. So richtig kamen die Rheinzaberner Sportler hier jedoch noch nicht in Fahrt und mussten sich bei dieser ersten Etappe mit Platzierungen in der zweiten Reihe begnügen. Das rüttelte dann aber so richtig wach und dementsprechend hochmotiviert fanden sich alle Rennfahrer am Nachmittag wieder an der Startlinie ein. Richtig gut drauf war Hannah Franziska Brand, die sich im Trikot der Deutschen Nationalmannschaft im Zielsprint der U17 nur ihrer Teamkollegin geschlagen geben musste und somit einen tollen Erfolg einfahren konnte. Lasse Delius hielt sich in der U15 immer gut vorn und wurde 7., Linus Sturm von einer Erkältung in der Woche geschwächt 16. Unsere beiden Starter in der U17, Julius Thomas und Pavlo Otmorskyi, kämpften sich im Riesenfeld immer wieder nach vorn, für eine Top10-Platzierung reichte es allerdings noch nicht.

Den Abschluss bildete die große Etappe am Sonntag mit einer rasenden Abfahrt und einem kräftezehrenden Anstieg hinauf zur Höhe auf der dann nach kurzer Strecke das Ziel folgte. Bei der U15 schaffte es Lasse wieder in die Spitzengruppe und sprintete dann auf den 5. Rang, der zum 10. Platz im Gesamtklassement führte. Linus Sturm wurde kurze Zeit später 14. und in der Gesamtwertung 15. Dabei war er der zweitbeste Fahrer des jüngeren Jahrgangs, was für die nächste Saison einiges verspricht. Bei der U17 lagen Licht und Schatten direkt nebeneinander: Während Pavlo endlich richtig zeigen konnte, was in ihm steckt, und auf Rang 9 einkam, musste Julius mit einem Defekt am Rad ausscheiden und war so auch nicht im Gesamtklassement platziert. Den erfolgreichen Abschluss lieferte Hannah Franziska, die zwar knapp die Top10 verpasste, aber zusammen mit der Deutschen Auswahl die Mannschaftswertung gewann. Damit ging ein aufregendes und auch anstrengendes Wochenende in Thüringen zu Ende und die nächsten Höhepunkte stehen schon vor der Tür. Während Messane Bräutigam am kommenden Wochenende zur U19-Austragung der berühmten Flandern Rundfahrt über Kopfsteinpflaster aufbricht, bereiten sich die anderen Rennfahrer auf das Bundesliga- bzw. Sichtungsrennen in Karbach vor.

Tour de France-Gefühl in Thüringen

Auf richtig große Tour gingen unsere beiden U17-Fahrer Messane Bräutigam und Felix Kloss am vergangenen Wochenende. Für die berühmt (und auch berüchtigte) TMP-Tour im schönen Thüringen waren beide nominiert: Messane für die Nationalmannschaft des Bundes Deutscher Radfahrer und Felix in den Farben des Landesverbands Rheinland-Pfalz. Dementsprechend nervös waren beide auch vor dem Start. Inmitten von rund 300 Startern in den drei Rennklassen war es gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Dennoch konnten sich beide hervorragend präsentieren.

Messane beim Warmfahren

Los ging es Freitag Abend mit einem kurzen Auftakt und so richtig heiß wurde es am Samstag mit einem morgendlichen Zeitfahren und am Nachmittag stand noch ein Straßenrennen an. Messane schaffte es gegen die internationale Konkurrenz auf den 12. Platz im Zeitfahren und konnte den Platz am Nachmittag
auch verteidigen. Das war gar nicht einfach, denn in den 5 Runden musste jeweils ein heftiger Berg von 2,5km Länge bewältigt werden. Um so etwas in der Südpfalz zu finden, muss man schon lange suchen. Felix kam noch besser ins Rollen und wurde im Zeitfahren 3. – weniger als 2 Sekunden hinter dem Sieger. Am Nachmittag gelang es ihm (noch) nicht, sich verbessern, aber er blieb in Tuchfühlung nach ganz vorne. Die Abschlussetappe hielt noch einmal jede Menge Höhenmeter bereit und Messane stellte sich in den Dienst ihrer Mannschaft, sodass sie nach rund der Hälfte das Rennen entkräftet beendete. Belohnt wurde sie mit dem Sieg ihrer Manschaftskollegin, die sowohl die Etappe als auch die Gesamtwertung gewinnen konnte. Felix allerdings hatte super gefrühstückt und fühlte sich bärenstark. In der Mitte der Etappe griff er an und löste sich vom Feld. Nur der Überflieger aus Belgien konnte ihn noch einholen, aber Felix wurde Tageszweiter und damit auch Zweiter in der Gesamtwertung. Ein riesiges Ergebnis für den jungen Mann, der zwar in der Nähe von Stuttgart wohnt, aber sich dem RSV Rheinzabern angeschlossen hat – eine Entscheidung, die beide Seiten glücklich macht.

Siegerehrung TMP-Tour

Natürlich waren auch unsere anderen Rennfahrer in der Zwischenzeit nicht untätig. Fabian Wünstel fuhr in Frankreich eine Doppelveranstaltung mit einem morgendlichen Zeitfahren und einem Rennen über 100km (!) am Nachmittag. Dort sind die Regeln so, dass die Juniorenfahrer bei den Erwachsenen mitfahren und er holte sich neben dem 5. Platz im Straßenrennen den 10. Platz in der Gesamtwertung. Damit war er auch jeweils der beste Juniorenfahrer. Linus Sturm fährt weiterhin von Sieg zu Sieg, so auch beim traditionellen Rennen in Wyhl. Die guten Ergebnisse der Rennfahrer rundeten Etienne Hüttl und Hannah-Franziska Brand mit ihren 2. Plätzen und Felix Becker mit seinem 3. Platz ab und so liegt ein aufregendes und erfolgreiches Wochenende hinter dem Radsportverein. Am kommenden Wochenende geht es in das unterfränkische Karbach zum Bundessichtungsrennen.