Erster DM-Titel für die Radsportler in der Elite-Klasse

Immer weiter geht es für die Radsportler aus Rheinzabern. Wie immer Anfang Juni werden die Runden in Hatzenbühl gedreht. Das Nachbardorf hat jedes Jahr ein buntes Programm zubereitet und unsere Rennfahrer waren mittendrin. Die Junioren starteten gemeinsam mit den Amateuren und mit dem schnellen Rennen auf nasser Straße kam nur ein anderer Fahrer besser zurecht, sodass wir die Plätze 2-5 mit den Fahrern Ben Bachmann, Julius Thomas, Etienne Hüttl und Felix Becker belegten. Finn Lepski kommt bei den Jüngsten der U11 immer besser in Schwung und konnte sich über den 9. Platz freuen.

Weiter ging es für die Junioren beim Bundesligarennen in Gippingen. Das liegt zwar in der Schweiz, beteiligt sich aber dennoch an der deutschen Rennserie. In einem schweren Rennen mit vielen Höhenmetern holte sich Pavlo Otmorskyi den 7. Platz und schob sich damit in der Bundesliga-Wertung auf den zweiten Platz vor. Damit liegt er in Lauerstellung für die weiteren Rennen und möchte natürlich gern das Führungstrikot erobern.

Bei den Bahn-Sichtungsrennen in Ludwigshafen und Oberhausen war Viola Scharpey im Einsatz. Licht und Schatten erlebte die junge Rennfahrerin dabei, denn am Samstag in Ludwigshafen bei über 30 Grad musste man den ganzen Tag über für genügend Abkühlung sorgen, während am Sonntag der Renntag in Oberhausen auf Grund des regnerischen Wetters abgebrochen werden musste. Viola hielt sich immer weit vorne und konnte mit ihren Ergebnissen zufrieden sein. Leider gibt es im Landesverband Rheinland-Pfalz in ihrer Altersklasse keine Partnerin für das Madison und so wird ihr eine Fahrerin zugelost. Damit fehlt natürlich das letzte Bisschen wie bei den eingespielten Teams aus den anderen Verbänden, aber Viola wird bei den weiteren Rennen ihren Weg gehen.

Ebenfalls auf der Bahn, aber etwas weiter entfernt, war Messane Bräutigam im Einsatz. In Erfurt fand die Deutsche Meisterschaft im Derny statt. Dabei fahren die Rennfahrerinnen hinter einem Moped mit dem Schrittmacher im Sattel. Dieser gibt Windschatten und so werden Geschwindigkeiten knapp unter den 60 km/h erreicht. Der weite Weg hatte sich bereits direkt nach der Anreise gelohnt, denn in Thüringen war es doch einige Grad kühler und nach dem Training am Donnerstag war alles vorbereitet. Freitag folgte der Vorlauf, bei dem alle Sportlerinnen hintereinander auf der Bahn aufgestellt wurden. Die Reihenfolge wurde ausgelost und Messane konnte sich auf ihren Glücksbringer verlassen, denn auf Startposition 2 konnte sie sich ganz auf sich konzentrieren. Und schon ging es los über die 15 Kilometer und Messane hatte sich zu Beginn direkt den Angriffen der ärgsten Konkurrentin Romy Kasper, Profi bei einem WorldTour-Team, auseinanderzusetzen. Sie konnte aber alle Attacken abwehren und auch ihr Schrittmacher half mit seiner Erfahrung in den kniffligen Situationen. Das Ergebnis des Vorlauf bestimmte dann die Startaufstellung im großen Finale am Samstag.

“High Noon” dann am Samstag, denn genau um 12 Uhr mittags fiel der Startschuss zum Endlauf der Frauen über 120 Runden und mittlerweile hatte sich die Hitze bis nach Thüringen geschoben. Eine schweißtreibende Angelegenheit also und der Sprecher bereitete die Zuschauer auf einen heißen Kampf zwischen den beiden Profirennfahrerinnen Bräutigam und Kasper vor. Von den Zuschauern mit großem Applaus empfangen, gingen beide sofort ein hohes Tempo. Alle anderen Konkurrentinnen waren dahinter wie eine Schlange aufgereiht und eine nach der anderen musste reißen lassen. Alle Beteiligten warteten auf den Angriff von Kasper, aber der kam und kam nicht und irgendwann musste auch sie Messane fahren lassen. Die drehte ihre Runden wie ein Uhrwerk und konnte schon mehr als 20 Runden vor Schluss die Geschwindigkeit drosseln. Mit viel Auge führte sie ihr Schrittmacher Peter Bäuerlein, der bereits Europameister im Derny war, über die letzten Runden und die Freude war natürlich riesig, als das Rennen endlich abgewunken wurde. Im Anschluss dann ein bisschen Hektik, denn neben der obligatorischen Doping-Kontrolle wollte auch das Fernsehen ein kurzes Statement von der neuen deutschen Meisterin – immerhin ihr erster Titel in der Elite-Klasse.

Der RSV freut sich über ein weiteres DM-Trikot und gratuliert seinen Sportlern und Sportlerinnen zu den erreichten Leistungen. Diese werden alle RennfahrerInnen bei der DM Straße in Kaiserslautern am 27.-29.6. unter Beweise stellen

Rot-Weiße Trikots in ganz Deutschland unterwegs

Weite Reisen standen an den vergangenen Wochenenden für die beiden U17-Fahrer des RSV Rheinzabern an. Bis hinter Rostock ging die Reise gemeinsam mit dem Landesverband Rheinland-Pfalz zum ersten Sichtungsrennen der Saison. Vermutet man in der mecklenburgischen Ebene keine Höhenmeter, dann wurde man in Marlow doch etwas überrascht. Die Organisatoren hatten eine herausfordernde Runde ausgesucht mit einem Anstieg über Kopfsteinpflaster hinauf zum Ziel. Für Viola Scharpey lief das Rennen sehr gut und der Neuling im Trikot des RSV hielt super den Anschluss an die Spitze und kam auf den 7. Rang ins Ziel. Lasse Delius kämpfte bei den Jungen zusammen mit über 100 Konkurrenten gegen den heftigen Wind und musste am Ende noch Lehrgeld bezahlen. Eine Woche zuvor konnte er seine gute Form zeigen, denn beim Klassiker in Schönaich mit dem harten Anstieg zum Ziel fuhr er als 3. auf das Podium.

Die anderen SportlerInnen konnten sich die weite Anreise sparen und waren beim Kriterium im badischen Kirrlach am Start. Linus Sturm flitzte um die Kurven und ließ seinem 2. Platz in Schönaich am Ostermontag einen 3. Platz folgen. Im Rennen der Frauen standen zum ersten Mal unsere beiden Fahrerinnen Hannah Brand und Messane Bräutigam gemeinsam am Start. Letztere nutzte eine Rennpause auf internationalem Parkett für eine Teilnahme vor Ort. In einem schnellen Rennen zeigte sie dann eindrucksvoll, wie man Sprints anfährt und vollendet. Sie gewann alle Wertungen und damit auch das Rennen. Dahinter entspann sich ein Kampf um die weiteren Podiumsplätze. Während Hannah, eine der wenigen Juniorinnen im Feld der Frauen, zu Beginn noch etwas zu weit hinten war, kam sie immer besser ins Rennen und mit dem 2. Platz bei der Schlusswertung schob sie sich noch auf den 3. Gesamtrang und so standen unsere beiden Rennfahrerinnen nicht nur zum ersten Mal gemeinsam an der Startlinie, sondern auch zum ersten Mal gemeinsam auf dem Podium.

Im Anschluss an die Siegerehrung setzten sie sich wieder in den Sattel und fuhren gemeinsam nach Hause. So kann es für die Rot-Weißen weitergehen und so ging es auch weiter. Bereits drei Tage später waren wieder beide Damen zusammen in einem Feld unterwegs. Beim traditionellen „Spurt in den Mai“ auf der Radrennbahn in Büttgen ging es in 6-Tage-Manier rund. Das Publikum sorgte für Stimmung und die Fahrerinnen für interessante Rennen. Messane konnte zusammen mit ihrer Partnerin den Abend gewinnen. Hannahs Partnerin sagte leider kurzfristig ab, aber mit dem eingesprungenen Partner, einem Fahrer der Altersklasse U15, erkämpfte sie sich den 2. Rang und so hatten wieder beide Grund für ein Siegerlächeln. Die anderen Fahrer des Vereins waren am Maifeiertag beim großen Event in Frankfurt. Im Schatten des Profirennens konnten auch die Nachwuchsfahrer zeigen, was sie können. Vor den vielen Zuschauern auf der großen Bühne der Siegerehrung durfte Linus Sturm seinen Sieg feiern, genauso wie Viola Scharpey, die den 2. Platz belegte. Knapp vorbei am Podest fuhr Ben Göbel. Genauso wie Etienne Hüttl, der sich als Junior beim Radklassiker in Offenbach mit den
Männern messen musste.

Jetzt im Mai nimmt die Radsportsaison so richtig Fahrt auf. Alle unsere Sportler werden in den nächsten Wochen auf den Rennstrecken unterwegs sein. Während Messane in Belgien ihr nächstes Profirennen bestreitet, sind die Nachwuchsfahrer bei der hochkarätigen TMP-Tour in Thüringen im Einsatz. Auch die Bundesliga der Juniorinnen und der Junioren geht in den kommenden Wochen weiter. So bleibt es spannend, inwiefern sich die Rennfahrer in den rotweißen Trikots in Szene setzen können.

Großer Radsport beim Großen Preis in Rheinzabern

Großes Treiben am Sonntag auf dem Marktplatz! Bei hochsommerlichen Temperaturen unter blauem Himmel war den ganzen Tag viel los, denn der Große Preis der Gemeinde, das Straßenrennen der Radsportler stand an. Viel Arbeit gab es in den Wochen davor, die Vorbereitungen am Wochenende waren gut abgestimmt und die Mitglieder und Freunde hatten alles perfekt eingetaktet. Der Startschuss konnte also pünktlich um 9.30 Uhr fallen – tat er aber nicht, denn ein auf der Rennstrecke parkendes Auto stellte ein zu gefährliches Hindernis dar. Jetzt musste also erstmal über Polizei und Abschleppdienst eine Lösung gefunden werden und nach bangem Warten kam ein Helfer aus Landau und schleppte den PKW ab. Jetzt konnte es endlich losgehen und über den Renntag hinweg fanden mehr als 200 Starter den Weg ins Römerdorf. Richtig viel los war natürlich um die Mittagszeit, denn bei Pizza oder Flammkuchen schmeckten die kalten Getränke gleich doppelt so gut.

Vom Veranstalter waren fast alle Sportler mit von der Partie. Aus der Ferne dachte Messane Bräutigam an ihren Verein. Sie weilt gerade in Portugal und nimmt an der Europameisterschaft auf der Bahn teil. Im ersten Rennen ging Junior Felix Kloss an den Start und fand kein probates Mittel auf dem Kriteriumskurs, um nach vorne zu kommen. Gegen die vier Junioren der Nationalmannschaft war kein Kraut gewachsen.

Das Rennen der Amateure gewann derweil ein Solist aus Baden. Er setzte sich direkt nach dem Start ab und fuhr alle 60 Runden ganz allein von vorn. Eine hervorragende Leistung, die es so in den letzten Jahren in Rheinzabern nicht gegeben hatte. Anschließend kämpfte Hannah Franziska Brand beim Rennen der U17 zusammen mit den Frauen um die Punkte. Hier kam es leider zu einem Sturz, durch den unsere Fahrerin auch behindert wurde, aber sie konnte rasch wieder nach vorne aufschließen und holte sich einen ungefährdeten Sieg. Beim Einsteigerrennen waren erfreulicherweise viele neue Gesichter an der Startlinie. Die jungen Wilden werden hoffentlich den Weg zum Radsport finden.

Der Nachmittag startete mit den Schülern und da ging Linus Sturm mit viel Motivation ins Rennen, wollte er doch sein Heimrennen gewinnen. Der Sieger der Südpfalztour aus der Vorwoche hatte aber leider seine besten Beine zu Hause gelassen und musste am Ende den Sieg einem anderen überlassen. Das größte Feld des Tages stellte sich beim vorletzten Rennen, dem Wettbewerb der Masters ab 40 Jahre an den Start. Danach folgte das Rennen der Elite, bei dem das lokale Team Möbel Ehrmann natürlich heiß auf den Sieg war. Am Vortag hatten sie schon das Rennen in Neupotz gewonnen und auch in Rheinzabern waren sie von Beginn an ganz vorne vertreten. Mit im Feld dabei auch unser Eigengewächs Fabian Wünstel im Trikot seines Team Lotto-Kern-Haus. Er fährt normalerweise lange Straßenrennen und ist die häufigen Belastungswechsel eines Kriteriums nicht so gewohnt. Durch einige Verletzungen im Frühjahr zurückgeworfen, reichte es am Sonntag noch nicht, in die vorderen Platzierungen hineinzufahren. Ab und an gelang es ihm aber dennoch, sein Können zu zeigen.

Der Radsportverein blickt somit auf eine gelungene Veranstaltung zurück, viele Helfer haben dazu beigetragen und die Stimmung war den ganzen Tag über – trotz Hitze und Falschparker – sehr gut. Wir bedanken uns bei allen Gästen und Sponsoren, der Gemeinde für die Unterstützung und den Anwohnern für ihr Verständnis.

Am 9. Juli 2023 war unser großes Radsportfest in Rheinzabern.

Und wieder war es ein großer Erfolg in Rheinzabern…

Rheinpfalz-Bericht

 

Rheinpfalz-Bericht
Rheinpfalz-Bericht

 

“Deutsche Meisterschaft”

Unsere beiden Damen haben wieder eine Deutsche Meisterschaft auf dem Plan und bei tropischen Temperaturen im Badischen Offenburg waren die Anstiege hinauf in die Weinberge schon schwer genug, aber die Hitze und Trockenheit forderte alles von den Fahrerinnen und Fahrern ab. Hannah Franziska Brand hielt sich tapfer in der Spitzengruppe und musste im
Schlusssprint dann der langen Distanz Tribut zollen. Sie war dennoch mit ihrem 8. Platz sehr zufrieden. Bei den Juniorinnen zerflog das Feld bereits in der 2. Runde und Messane Bräutigam fand sich im Feld hinter den Ausreißern wieder. Nach und nach konnten weitere zurückgefallene Fahrerinnen aufgefahren werden und so klassierte sie sich am Ende auf dem 16. Rang. Für sie geht es fast direkt weiter zur Vorbereitung auf die Europameisterschaft in Portugal.

Großes Radsportfest mit vielen Erfolgen

Sonne, Stimmung und schnelle Beine – alles war dabei am Sonntag rund um den Marktplatz, als die vielen Sportler ihre Runden drehten. Die Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten und schauten im Schatten sitzend den vorbeirasenden Rennfahrern zu. Viele blieben länger als angedacht und verputzten alle Kuchen bis zum letzten Stück. “Die Verlegung des Start/Ziel-Bereichs haben wir uns ausgedacht, damit die Zuschauer noch näher dran sein können”, erklärte der 1. Vorstand Nils Bräutigam die Änderung. Und noch eine Neuerung schlug ein: Das erste Laufradrennen direkt auf der Zielgeraden! Punkt 11.30 Uhr schickte der Sportliche Leiter Karl Wünstel die 12 Kinder auf die Strecke und Eltern und Großeltern feuerten fleißig an und nach der Siegerehrung ließen sich alle zukünftigen Rennfahrer ihr Eis schmecken.

Das Wetter war auf der Seite der Organisatoren, denn bei prächtigem Sonnenschein kühlte der Wind die Anwesenden ab, auch wenn die Rennen rund um den Marktplatz aufregend waren. Morgens war die C-Klasse am Start gemeinsam mit den Junioren. Ein schnelles Rennen mit vielen abwechselnden Rennsituationen fand einen Sieger aus Württemberg. Danach schickte der RSV gleich drei eigene Starter in der U13 ins Rennen. Messane Bräutigam zeigte ab der ersten Kurve, dass sie ihr Heimrennen gewinnen wollte. Sie legte schnell einen Abstand zwischen sich und die Konkurrenz und spulte die 15 Runden ab da allein an der Spitze ab. Dahinter sicherte sich Anna Borger Punkte bei einem der Wertungssprints und wurde 5., Kai Barclay 15. Und auch das nächste Rennen sah einen jungen Sportler des RSV ganz vorne allein. Josef Winter setzte sich früh vom Rest ab und gewann die Altersklasse U11, Lenny Schwind wurde 8.

Jetzt schlug die Stunde der Kinder aus Rheinzabern und Umgebung, jeder mit Helm und Fahrrad, die sich an der Startlinie für ihr Rennen aufstellten. Mit dabei gleich 6 rot-weiße Trikots des RSV aus der Trainingsgruppe um Karl Wünstel. Beim Charity-Rennen geht es natürlich auch um die schnellsten Beine, aber hauptsächlich um einen guten Zweck. Der RSV spendet für jede gefahrene Runde 10,- Euro und ein Besucher des Renntags rundete die Summe am Ende auf 300,- Euro auf. Dieses Jahr ging der Gesamtbetrag an den Blut e.V., deren Vorsitzende sich zeigte hocherfreut über die Veranstaltung zeigte. Über den Tag hinweg ließen sich mehr als ein Dutzend Menschen am Pavillon des Blut e.V. ein bisschen Blut abzapfen. Die Spende des RSV dient der Finanzierung der nun folgenden Typsisierung und Aufnahme in die Spenderdatei.

Siegerehrung des Hobbyrennens
Siegerehrung des Hobbyrennens

Neuerung Nummer 3 des Großen Preis der Gemeinde Rheinzabern war das “Derny”-Rennen, bei dem Paare aus einem erwachsenen Rennfahrer und einem Nachwuchsfahrer gebildet wurden. Die Erwachsenen geben dem Nachwuchs Windschatten und zusammen waren 10 Runden zu absolvieren. Teilnehmen durften die besten 10 des U13-Rennens. Am Start als “Dernys” war das komplette Team Möbel Ehrmann mit dem Sieger des Hauptrennens von 2017, Simon Nuber, der den kleinsten Starter zugelost bekam. Alle Paare nutzten die kleine Pause und drehten zusammen ein paar Runden, um sich kennen zu lernen. Kaum war der Startschuss erfolgt, schossen die schwarz-weißen “Ehrmänner” mit ihren Partnern davon und wer gedacht hatte, das Rennen würde sich zu einer Kopie des U13-Rennens vom Vormittag entwickeln, der täuschte sich. Es waren zunächst ganz andere Fahrer vorn zu sehen und erst in der zweiten Hälfte des Rennens setzten sich die beiden dominierenden Gespanne vom Rest ab. Am Ende siegte das Paar Kai Hliza und Messane Bräutigam. Wichtiger als der Zieleinlauf war bei diesem Programmpunkt jedoch die Erfahrung, die die Nachwuchsrennfahrer hierbei sammeln konnten. Sichtlich Spaß hatten auch die Rennfahrer des Teams Möbel Ehrmann, die für ihren Einsatz mit Blumensträußen bedacht wurden.

Die Paare des Derny-Rennens
Die Paare des Derny-Rennens

In der Reihe der Nachwuchsrennen fehlte nun nur noch das gemeinsame Rennen der U15/U17 – auch hier mit Beteiligung des RSV. Der “Rückkehrer” Fabian Wünstel sprintete in seinem ersten Rennen in dieser Saison gleich kräftig mit, holte sich Punkte und wurde am Ende 2., während Kevin Schwind und Lucas Barclay auf die Plätze 6 und 8 einkamen. Dann wurden die Räder wieder größer, die Beine kräftige und die Gesichter erfahrener – die Senioren mit mehr als 40 Jahren kamen an die Reihe und auch hier zeigte sich ein RSV-Akteur sofort im Angriff. Darren Barclay legte los wie die Feuerwehr, musste sich aber der Übermacht der Bellheimer um den späteren Sieger Ernst Hesselschwerdt beugen und wurde 12.

Der Himmel war mittlerweile stark bewölkt, die Hitze ließ etwas nach, dafür stieg die Sorge um ein eventuell einsetzendes Gewitter. Aber der Ortsbürgermeister Gerhard Beil betonte in seiner Ansprache vor dem Start des Hauptrennens, dass er “nur für gutes Wetter zuständig” sei und die Fahrer sich keine Gedanken machen sollten. Er hielt sein Versprechen und alle Beteiligten waren heilfroh, dass die Gewitterwolken an Rheinzabern vorbei zogen. Vorbei zogen auch die rund 40 Starter der Elite-Klasse, und zwar mit einem Tempo, dass dem ein oder anderen schon etwas bange wurde. Runde um Runde spulte das Feld ab, es entstanden Gruppen und dann wurden sie wieder geholt, die Situation wechselte regelmäßig – nur eines blieb konstant: Ein starker Sprinter Andreas Mayr holte sich Punkt um Punkt. Mit dem Sieg in der Schlusswertung schob sich Simon Nuber vom Team Möbel Ehrmann nach auf den zweiten Platz. Beim anschließenden Interview erkannte er die Überlegenheit der Fahrer vom RSC Kempten an und versprach, im nächsten Jahr wieder angreifen zu wollen.

Damit endete das sportliche Geschehen eines spektakulären Renntags mit viel guter Laune, rasenden Rennfahrern, vielen strahlenden Kindern und einem Schorle für die vielen Helfer nach getaner Arbeit.

Großer Preis der Gemeinde

Nur noch zwei Tage, dann geht es wieder rund um den Marktplatz. Am Sonntag, dem 27.5., werden über 200 Radsportler aus nah und fern um die Plätze auf dem Podest wetteifern. Darunter auch viele Nachwuchsfahrer, Kinder von 7 Jahren bis hin zu den Junioren, die schon bei den Erwachsenen mitstarten. Der Veranstalter bietet rund um den Sport ein leckeres Kuchenbuffet und natürlich auch warems Essen mit köstlichen Beilagen. Bei einem Pfälzer Wein oder einem kühlen Bier kann jeder Besucher die Rennfahrer bestaunen. Damit die Zuschauer noch näher an den Entscheidungen dran sein können, wurde der Start/Ziel-Bereich von der Bahnhofstraße nach Neun-Morgen verlegt. So können alle eine längere Zielgerade einsehen und mit den Sportlern mitfiebern.

Für die beste Mittagszeit haben sich die Organisatoren eine ganz besondere Neuerung einfallen lassen. Zum ersten Mal wird es ein Laufradrennen für die Allerjüngsten geben. Jedes Kind, geboren 2014 oder jünger, kann sich auf seinem Laufrad an die Startlinie stellen und los geht’s. Treffpunkt für alle Teilnehmer: 11.00 Uhr an der Nummernausgabe. Man wird also viele Anfeuerungsrufe rund um den Marktplatz hören, wenn sich Eltern, Großeltern, Freunde und Verwandte zum Spalier für die Kinder aufstellen.

Kurze Zeit später dürfen dann die etwas älteren Kinder der Gemeinde und der Region auf die Rennstrecke. Jedes Kind, geboren 2006 und jünger, mit einem sicheren Fahrrad und einem Helm auf dem Kopf, bekommt vom RSV eine Startnummer und bestreitet ein Rennen über 1 bzw. 2 Runde gegeneinander. Gewertet wird in gleich 3 Altersklassen, Jahrgänge 06/07, Jahrgänge 08/09 und dann 2010 und jünger. Dazu wird noch nach Rennrad und normalem Rad unterschieden. Also wird es gleich 6 Sieger geben! Der ein oder anderen jungen Rennfahrer hat dann richtig Fahrt aufgenommen und kommt zum wöchentlichen Training. Der Sportliche Leiter Karl Wünstel steht für jegliche Fragen rund um das Training bereit.

Der Start zum Hobbyrennen ist gratis und nicht nur das – der RSV Rheinzabern spendet für jede gefahrene Runde einen Betrag für den Verein Blut e.V., der regelmäßig Typisierungsaktionen durchführt, um geeignete Spender für schwerkranke MEnschen zu finden.

Vor den Rennen für die Jüngsten geht es in den diversen Rennklassen der lizenzierten Fahrer um die Siegerschleifen und Blumen. Vom RSV Rheinzabern werden gleich 12 Fahrer die Nummer am Trikot befestigen und von der U11 bis zur U17 wird in jedem Rennen ein rot-weißes Trikot zu sehen sein. Dabei sind in der U11 mit Josef Winter und in der U13 mit Messane Bräutigam gleich zwei Favoriten auf den Sieg. Aber auch alle andere Sportler des Vereins gehen mit guten Voraussetzungen und hochmotiviert an den Start.

Hier der Link zur Seite des Rennens mit allen Informationen zu den Sponsoren und dem Zeitplan.

Der RSV Rheinzabern lädt alle Einwohner der Gemeinde und natürlich auch der Region ganz herzlich ein, um mit den Aktiven einen schönen Tag zu verbringen. Natürlich gibt es auch viele leckere Speisen, köstlichen Wein und kühles Bier. An der Kuchentheke wartet wieder eine reichhaltige Auswahl an Kuchen aller Art, die man sich bei einer Tasse Kaffee schmecken lassen kann.

… und ganz aktuell ein Bild vom Pfingstmontag. Beim Rennen in Oberbexbach waren wieder viele Rheinzaberner Aktive am Start. Neben den 2 Siegen durch Josef Winter und Messane Bräutigam holte sich Julien Meyers mit dem 2. Rang eine weitere Podestplatzierung. Er fuhr ein couragiertes Rennen in der zweiköpfigen Spitzengruppe und überrundete fast das gesamte Feld.

Ehrung Julien in Oberbexbach

Damit übernahm er die Führung im Saar-Pfalz-Cup und darf beim nächsten Rennen im gelben Trikot starten.

Quer durch die Republik und das nahe Ausland

Am letzten Augustwochenende gab es für die Nachwuchsfahrer keine Veranstaltungen in der Südpfalz, deshalb mussten sie sich etwas weiter in die Ferne orientieren. So startete Marco Kreichgauer in Mayen und wurde reichlich belohnt, denn er fuhr als Dritter zum ersten mal als lizenzierter Fahrer auf das Podium.

Währenddessen hatte auch Messane Bräutigam nochmal ein echtes Saisonhighlight. Sie verbrachte das Wochenende bei der Tour du Val de Moder im Elsass. Nachdem das südpfälzische Team bereits freitags angereist war, traten die Akteure am Samstag so richtig in Aktion. Messane musste drei Wettkämpfe bestreiten, einen Sprint, ein Zeitfahren und ein Straßenrennen. Nach einem vierten Platz im Sprint und dem dritten Platz im Zeitfahren zeigte sie im direkten Kampf auf der Straße ihre Klasse und gewann die Etappe. Am nächsten Tag musste ein Cross-Rennen bewältigt werden, auf der technischen Abfahrt hatte sie ihre Schwierigkeiten und war mit dem siebten Platz zunächst ein wenig enttäuscht. Auf der letzte Etappe, einem Straßenrennen bewies sie dann, dass sie nicht nur enorm viel Druck aufs Pedal bringt, sondern auch ein gutes taktisches Verständnis hat. Durch gutes Timing im Schlussspurt schnappte sie sich auch den letzten Etappensieg, was sie in der Gesamtwertung auf Platz zwei brachte und ihr das Nachwuchstrikot bescherte. Die Heimreise trat sie nicht nur mit einigen Erfolgen sondern auch mit vielen neuen Erfahrungen im Gepäck an.

Messane siegt in Uhrwiller
Messane siegt in Uhrwiller

Weite Reise – große Rennen

Einen besonders langen Anfahrtsweg zum Wettkampf hatte Burkhard Schlenkrich, denn er Stand im Aufgebot des meinradladen.de-Süwestteams für die deutschen Meisterschaften im Mannschaftszeitfahren in Genthin bei Magdeburg. Dabei legten sie in unter einer Stunde 50 Kilometer zurück und belegten Platz 10, ein beachtliches Resultat.

Einer toppte diese Distanz aber doch noch: Alexander Obert stand in der Startliste für die Cottbuser Nächte, er bildete als Ältester ein Duo mit dem Jüngsten, dem 18-jährigen Jasper Frahm. Sie verstanden sich blendend und verkauften sich extrem teuer in einem Starterfeld, das mit Welt- und Europameistern gespickt war. Über drei Tage hinweg absolvierten sie zahlreiche Wettkämpfe wie Rundenrekordfahren, Temporennen und dem klassischen Madison, bei dem sie sogar zwei Rundengewinne erzielen konnten. Am Ende stand ein starker elfter Platz und ein klasse Wochenende vis-a-vis mit den großen der Bahnszene zu Buche.

Deutsche Meisterschaft direkt vor der Haustür

Am letzten Wochenende veranstaltete der Radsportbezirk zwischen Ramberg und der Lolosruhe die deutschen Bergmeisterschaften der Männer. Im Feld dabei war auch Benjamin Körner, der sich in dem Wettbewerb, der als Bergzeitfahren ausgetragen wurde, durchaus schwer tat. Am Ende musste er mit Platz 52 vorlieb nehmen. Trotzdem konnte er sich an diesem Tag freuen: Sein Team rückte auf Platz neun in der Bundesligawertung. Burkhard und Benny werden am nächsten Wochenende in Cottbus die letzten beiden Wettkämpfe der Rennserie bestreiten und sind hochmotiviert, den neunten Platz mit mit allem zu verteidigen, was der Körper noch hergibt. An dieser Stelle soll nochmal dem Verein gedankt werden, der die beiden stets herrausragend unterstützte.

Großer Erfolg beim Radsportfest auf dem Marktplatz

Top-Leistungen beim Heimrennen

Am Sonntag veranstaltete der RSV sein Radrennen am Marktplatz. Bei angenehmem Wetter und vielen Sonnenstrahlen war der Zuschauerbesuch den ganzen Tag über rege, besonders während des Charity-Rennens “Tour der Herzen”, bei dem man 400 € für das Kinderhospiz “Sterntaler” in Dudenhofen sammeln konnte, für Kinder. Dafür ein großes Dankeschön an die Sponsoren und die Teilnehmer.

Nachwuchs dreht kräftig auf

Allein bei dem Blick auf die Startliste konnte man schon von einem erfolgreichen Tag sprechen. Unter die zahlreichen Teilnehmer in den Hobbyklassen mischten sich auch sechs Rot-Weiße. Hier sorgten Fabian Wünstel mit einem Sieg und Dustin Rötzel mit einem zweiten Platz für die besten Ergebnisse, Karina Kreichgauer als Vierte, Jonas Kövago (8.), Emily Kern (11.) und Nepomuk Bräutigam (12.) als jüngster Teilnehmer waren ebenfalls mit von der Partie. Auch in den Schülerklassen waren sechs Rheinzaberner dabei. Sie mussten nicht nur das eigentliche Rennen bewältigen, sondern auch einen Sprint und ein Geschicklichkeitsfahren. Gerade in diesen beiden Disziplinen zeigten die unsere Fahrer verbesserte Leistungen zu vorrangegangenen Wettkämpfen. Messane Bräutigam gewann ihren Wettbewerb in der U11, Linus Schmid kam in seinem Rennen auf Platz 3. In der U13 holte sich Marie Kern ebenfalls einen tollen dritten Platz. Bei den Jungs fuhr Nico Kövago in dieser Klasse einen weiteren zweiten Platz ein. Im selben Rennen starteten Max Bösherz und Marco Kreichgauer zum ersten mal in einem Lizenzrennen, sie belegten die Plätze 18 und 19.

Elitefahrer sorgen für weitere Platzierungen

Im Rennen der C-Klasse waren mit Alexander Obert und Sven Kegel zwei weitere vereinseigene Fahrer am Start. Alex reichte der Gewinn eines Wertungspunktes für den sechsten Platz. Im Hauptrennen standen dann schließlich Nils Bräutigam, Burkhard Schlenkrich und Benjamin Körner am Start. Das Rennen begann sehr schnell, Benjamin versuchte die richtige Gruppe zu erwischen, doch wurde für seine Mühen nicht belohnt. Nachdem sich drei Fahrer abgesetzt hatten, versuchte Nils Bräutigam sich in Szene zu setzen, während Burkhard und Benjamin ihre Kräfte für das Finale bündelten. So schafften sie es in den letzten Wertungsrunden mehrmals zu punkten und schoben sich durch die Schlusswertung auf die Plätz 6 (Benjamin) und 7 (Burkhard), Nils kam noch auf Rang 15. Auf die breite Riege von Leistungsträgern in Nachwuchs und Elite kann der Verein stolz sein – nur wenige pfälzische Vereine sind ähnlich stark aufgestellt.

Rheinzabern 2015
Burkhard (vorne) und Benjamin (3. Position) beim Heimrennen in Rheinzabern 2015

Herzlichen Dank an alle Beteiligten

Da wir nicht alle namentlich aufzählen können möchten wir uns nochmals ganz herzlich bei allen Helfern bedanken. Bei der Gemeinde Rheinzabern, der Feuerwehr und dem roten Kreuz. Bei den Helfern aus den anderen Vereinen. Bei den Sponsoren für die Unterstützung. Bei den Gästen und Besuchern, von denen eine solche Veranstaltung lebt. Und nicht zuletzt bei den Anwohnern für ihr Verständnis. Ohne die Unterstützung aller Vorgenannten wäre die Durchführung nicht möglich gewesen.