Deutsche Profimeisterschaften als Highlight und Sieg auf der Bahn durch Alexander Obert

Am letzten Wochenende fanden in Einhausen bzw. Bensheim die deutschen Meisterschaften der Radprofis statt. Durch die Teilnahme an der Rad-Bundesliga waren Burkhard Schlenkrich und Benjamin Körner auch hier startberechtigt. Am Freitag nutzte nur Burkhard das Einzelzeitfahren in Einhausen als Warm-Up für das Straßenrennen und spielte so das Vorprogramm für die Spezialisten um Tony Martin. Am Sonntag standen dann Burkhard und Benjamin im gut zweihundertköpfigen Feld an der Startlinie. Unter dröhnendem Applaus wurden sie auf die Strecke geschickt und konnten sich zunächst gut im Feld behaupten. Doch als beide nur mit größtem Kraftaufwand den Anschluss halten konnten und sahen wie Andre Greipel eine Pause zum Entleeren seiner Blase einlegte, dämmerte ihnen, dass heute nicht mit einem Wunder zu rechnen sei. So kam es, wie es kommen musste: Als die besten Profis der Welt ein für sie normales Tempo anschlugen, wurden die beiden abgehängt und zur Rennhälfte aus dem Wettbewerb genommen. Dabei befanden sie sich aber in der prominenten Gesellschaft von Marcel Kittel. Der große Zuschauerauflauf und auch das Rad an Rad fahren mit den Großen der Szene machte den Tag jedoch zu einem tollen Erlebnis. Und er war für Burkhard noch nicht vorbei, denn ihm wurde die einzige Wildcard für die Doping-Kontrolle zugelost. So fand er sich nach dem Rennen in einem Raum mit den „gesetzten“ Kollegen John Degenkolb, Andre Greipel, Marcus Burkhard und dem neuen deutschen Meister, Emanuel Buchmann, wieder.

Am Freitag war derweil Benjamin beim Abendkriterium in Baden-Baden-Steinbach am Start, ging aber kein Risiko angesichts des Höhepunktes am Sonntag ein und erreichte das Ziel ohne einen Sturz im Hauptfeld.

Am Samstag gelang schließlich Alexander Obert, der durch seine Verletzungspause keine Form eingebüßt hat, noch ein toller Erfolg: Beim Rahmenprogramm des Steherrennens auf der Radrennbahn in Darmstadt gewann er in überlegener Weise das Omnium. Nachdem er zunächst im Ausscheidungsfahren seine Erfahrung ausspielte, gewann er das Scratch-Rennen aus einer dreiköpfigen Spitzengruppe heraus im Sprint. Im abschließenden Punktefahren fuhr er wieder in der Spitzengruppe und überrundete das Feld. Der dritte Platz reichte ihm locker zum Gewinn der Gesamtwertung.